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Batterie immer wieder entladen

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  • Hallo,

    bei meiner nineT (Bj.15) hing im Frühjahr der Tacho. Hier im Forum war das Problem nicht unbekannt - eine altersschwache Batterie. Diese wurde also Anfang Juni getauscht und das Tachoproblem war weg. Es folgte eine Woche mit vielen Kilometern für die nineT, dann endete erstmal die Fahrzeit und sie verschwand bis letzte Woche in der Garage. Als ich sie nun wieder starten wollte, gab sie keinen Mucks von sich. Ich hing das Batterieladegerät ran und die Spannung lag tatsächlich nur bei 11,x. Während des Ladens ist mir aufgefallen, dass das LED-Rücklicht (Schnitzer) leicht glimmte. Auch wenn ich das Ladegerät abgeklemmt habe, glimmte das Licht weiter. Nun ist die Batterie (erstmal) wieder voll und das Rücklicht ist wieder aus. Hatte das jemand schon einmal? Könnte das Rücklicht die Ursache sein oder könnte das leuchtende Rücklicht genau so eine Fehlfunktion wie der hängende Tacho sein? Dann stellt sich aber die Frage, warum die Batterie ständig Probleme macht. :denk

    Grüße Kathrin

  • Die Frage ist ertmal, wie lange dein Motorrad gestanden hat, ohne dabei die Batterie zu laden? Jede Batterie entlädt sich nach einigen Monaten

    Gruss Thomas

    Hey Thomas, das Motorrad stand seit Ende Juni 2020 bis jetzt. Sollte es eigentlich schaffen ohne nachzuladen, oder?

    Jürgen: meinst Du, die zwei Monate reichen aus, dass die Batterie so leer ist? :denk

  • Ich kann nur aus meiner Erfahrung schreiben, wenn meine 1100 Gs mal mehrere Wochen stand (damals öfters am WE gearbeitet u. Hausbar), hatte ich diese Probleme auch.

    Also nicht die mit dem Rücklicht, aber ABS auf Störung und Batterie flach.

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Big four 8)

  • Die Batterie hast du ja geschrieben, dass du sie erneuern musstest. Eine so neue Batterie sollte das wegstecken.

    Du kommst vermutlich nicht darum herum eine Verbrauchsmessung zu machen.

    Wenn diese aber im normalen Rahmen liegt, hast du vielleicht eine schlechte Batterie erwischt. Da würde ich aber auf Garantie / Kulanz pochen

    Gruss Thomas

  • Ich schätze, die Batterie ist völlig in Ordnung. Und die alte wird auch in Ordnung gewesen sein. Ich tippe auch auf Kriechstrom oder einen Verbraucher, den Du ggf. direkt an der Batterie angeschlossen hast, wie etwa eine. Navihalterung von TomTom o.ä. Es kann ggf. auch an der Verkabelung der Heckbeleuchtung liegen. Hier solltest Du noch einmal akribisch alles kontrollieren. Wenn du sonst nichts mehr ausschließen kannst, dann hat Dein Steuergerät ggf. einen Knacks. Da wird dir dann wohl nur der Freundliche helfen können. Viel Glück bei der Fehlersuche.

  • Wenn das Rücklicht beim Laden "leicht glimmte", ist an der Elektrik etwas nicht in Ordnung. In zwei Monaten sollte eine neue Batterie auch nicht so tiefentladen sein, dass es beim beim Startversuch keinen Mucks macht. Es gibt hier reichlich Beiträge rund um das Thema "Erhaltungsladung", in denen von ganzen Wintern ohne Ladebedarf berichtet wird und zwei Monate hält auch meine inzwischen 5 Jahre alte Batterie erstaunlich gut durch. Eine Ruhestrommessung wäre wohl der Enstieg in die Fehlersuche. Auch von mir "Viel Glück".

  • 2 Monate ohne Ladung im Sommer...hast Du ne Diebstahlwarnanlage ?

    Die DWA hat eine eigene Stromversorgung über einen kleinen Lithium-Akku (nicht der in der Fernbedienung ist gemeint). Irgendwo ist das Systemverhalten genau beschrieben. Auf jeden Fall kann die DWA die Batterie nicht "leersaugen".

    hast du vielleicht eine schlechte Batterie erwischt

    Man kann keine schlechten Batterien erwischen. Es handelt sich um ein säurefestes, abgeschlossenes Kunststoffgefäß mit 6 Kammern, ein paar Bleiplatten oder Matten und 38%er Schwefelsäure flüssig oder Gel als Elektrolyt. Das ist simpel. Seit 150 Jahren. Allen Batterien geht es hervorragend. Bis zu dem Tag, an dem sich ein Besitzer unsachgemäß an ihnen zu schaffen macht.

    Ich schätze, die Batterie ist völlig in Ordnung. Und die alte wird auch in Ordnung gewesen sein

    So isses.

    Die 9T darf schon mal 3 Monate parken, ohne das der Startversuch kläglich scheitert. 11,x Volt (Zustand=entladen) nach 2 Monaten bei einer neuwertigen Batterie ist nicht tolerabel. Liegt aber meistens nicht an der Batterie. Öfter sollte das nicht passieren. Unterhalb von 11 V gilt die Batterie als tiefenentladen. Zweimal derselbe Trick und das Ding ist aussulfatiert.

    das Rücklicht beim Laden "leicht glimmte", ist an der Elektrik etwas nicht in Ordnung

    Da stimmt doch wohl jeder dem Clemens zu, oder? Hinten glimmt's und die Batterie ist leer. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht? Na?

    Eine Ruhestrommessung wäre wohl der Enstieg in die Fehlersuche

    Das kann man wohl sagen!


    Man nehme ein Multimeter. Kein "Fluke" für 850 Trommelstöcke sondern eins vom "Conrad" für 7,95 €. Schließlich sind wir nicht luft- und raumfahrttechnisch an einem Lenkflugkörper unterwegs, sondern an einem Bauernkrad.


    Das Multimeter wird eingeschleift. Das heißt, man trennt einen Pol von der Batterie (vorzugsweise Masse) und verbindet das Gerät mit den Krokodilklemmen über die abgeklemmte Leitung und den Massepol. Die Skala des Multimeters wird auf Ampere gestellt. Dabei fängt man bei großen Maßeinheiten an und verringert sukzessive. So lange bis man plausible Werte ablesen kann, oder bis ergebnislos das Ende der Skala erreicht ist (Milliampere im zehn hoch minus 5 Bereich können wir uns schenken).


    Für mich (also nur für mich, ausschließlich, und für niemanden sonst) wäre ein Kriechstrom von 5 mA bei unserer Batteriekapazität noch tragbar. Jede Batterie kann das auch bei nur gelegentlichem Gebrauch der Maschine (ca. 2 Mal die Woche) locker kompensieren. Kann man auch ausrechnen. BMW setzt die Höchstgrenze lt. WHB bei 2 mA fest.


    Wenn man jetzt einen Kriechstrom feststellt (z.B. 100 mA) geht's an die Suche nach dem Übeltäter. Früher konnte man im Sicherungskästchen Sicherungen ziehen und kam dem betroffenen Stromkreis schnell auf die Schliche. Heute hat man eine ZFE und einen virtuellen "bus" der sich Canbus nennt. Es bleibt also nur noch das Trennen von Steckerverbindungen und da würde ich im vorliegenden Fall als erstes die Heckversorgung trennen. Der detektierte Kriechstrom wird wahrscheinlich sofort kollabieren!


    Wo wir gerade von einer ZFE reden...

    Nach Abschalten der Zündung bleibt die ZFE für ca. 30 min aktiv und lauscht in den Äther, ob noch jemand 'was von ihr will. Das bedeutet natürlich Stromverbrauch! Man wartet also die entsprechende Zeit ab, bevor man versucht, ein Messgerät einzuschleifen und abzulesen.

    Stärker noch, jedes Abklemmen der Batterie und erneutes Anschließen via Multimeter aktiviert die ZFE und provoziert Stromverbrauch für nochmals ca. 30 min. Deshalb muss der ZFE vorgegaukelt werden, dass eine Poltrennung gar nicht stattgefunden hat. Das geschieht vermittels einer Poltrennbrücke. Sieht so aus:

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    Kostet 5,95 € bei einem einschlägigen Anbieter (der ahnungslose Märchenonkel aus Töniestown ist nicht gemeint). Das Teil wird GsD nicht allzu oft benötigt.

    Man trennt also an Masse die Batterie vom Netz und setzt die Polbrücke dazwischen. Nach besagten 30 min gehen die Krokodilklemmen des Multimeters links und rechts an die Polbrücke. Dann kann man am blauen Knebel den Pol entkoppeln ohne den Stromkreis zu unterbrechen!

    Dieses Prozedere muss sogar beim Umschalten auf kleinere Messbereiche wiederholt werden, da es zu ganz kurzen Stromkreisunterbrechungen kommen kann, die die ZFE wieder aufwachen lassen.


    So. Investiert wurden ca. 15 € (Messgerät und Polbrücke).

    Auch wenn es schwerfällt, man muss sich tatsächlich bücken. Und auch den Werkzeugkasten muss man aufmachen. So ca. 1 Stunde Zeit würde ich veranschlagen. Danach kennt man den bösewichtigen Stromverbraucher und kann den Fehler abschalten.


    Und dann noch was.

    Die meisten Leute hier verschleiern aus unerfindlichen Gründen sogar ihren etwaigen Wohnort. So kommt es, dass niemand, der sich aufgrund von Kenntnissen angesprochen fühlt, abschätzen kann ob er nicht vielleicht persönliche Hilfe in Form eines Besuches anbieten kann, um sich den Murks beim Kameraden mal anzusehen.

    Aber das müsst Ihr selber wissen.

  • Hey Daisy,

    super Lösungsorientiert, m.E. genau richtig!

    Bitte weiter so 😊

  • Elektrik ist ein Buch mit sieben Siegeln. Zumindest für mich.

    Am Sonntag früh ist meine wegen einer total entleerten Batterie nach vier Tagen Standzeit nicht angesprungen. Eine Dreiviertelstunde mit dem original BMW Ladegerät dann zeigte es 14% Batterieladung an und ich konnte sie starten. Ich war dann fast vierhundert km durch Tschechien und Sächsische Schweiz unterwegs, keine Startpropleme nach einem Halt und am Folgetag bei der Rückfahrt auch nicht. Was da die Ursache war? Das einzige was anders war ist, dass ich vor ein paar Tagen mein neues Garmin auf einer zweistündigen Tour getestet habe, Anschluss über die Boardsteckdose aber anschließend alles, einschließlich Kabel, wieder abgebaut. Vorher war das Navi am Netz vollständig aufgeladen.

    Das Motorrad (Batterie) ist jetzt vier Jahre alt. Ich lass sie jetzt ein paar Tage stehen um zu sehen ob das Problem wieder da ist.

  • Daysi

    Klar kann man eine schlechte Batterie erwischen. Es werden nicht alle Batterien trocken verkauft, da kann man einen Ladenhüter der dazu noch falsch gelagert wurde erwischen. Es kann auch sein, dass beim Transport mal etwas beschädigt wurde, das muss man von aussen nicht sehen.

    Kommt vielleicht nicht häufig vor, aber sollte bevor eine grosse Fehlersuche gestartet wird, schon zuerst geklärt werden

    Gruss Thomas

  • Was Daysi technisch beschreibt, ist bestimmt richtig. Beim Punkt, "man kann keine schlechten Batterien erwischen", muss ich ihn allerdings widersprechen. Natürlich kann man Akkus erwischen, die nicht i. O. sind. Lagerzeit, Transport, Produktion? Ich hatte in fast 40 Jahren noch nie einen Kriechstrom auf irgendeinem Kabel bei meinen Motorrädern. Schlechte Batterien hatte ich schon.

    https://www.yuasa.de/informati…emerkmale-fehlerdiagnose/


    Gruß Jürgen

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Big four 8)

  • Elektrik ist ein Buch mit sieben Siegeln. Zumindest für mich.

    Am Sonntag früh ist meine wegen einer total entleerten Batterie nach vier Tagen Standzeit nicht angesprungen. Eine Dreiviertelstunde mit dem original BMW Ladegerät dann zeigte es 14% Batterieladung an und ich konnte sie starten. Ich war dann fast vierhundert km durch Tschechien und Sächsische Schweiz unterwegs, keine Startpropleme nach einem Halt und am Folgetag bei der Rückfahrt auch nicht. Was da die Ursache war? Das einzige was anders war ist, dass ich vor ein paar Tagen mein neues Garmin auf einer zweistündigen Tour getestet habe, Anschluss über die Boardsteckdose aber anschließend alles, einschließlich Kabel, wieder abgebaut. Vorher war das Navi am Netz vollständig aufgeladen.

    Das Motorrad (Batterie) ist jetzt vier Jahre alt. Ich lass sie jetzt ein paar Tage stehen um zu sehen ob das Problem wieder da ist.

    Hallo Rudi,


    Miss dabei jeden Tag die Batteriespannung, dann siehst du was los ist. Wenn die Batteriespannung ohne Belastung (= da sind wir wieder beim Thema schleichende Verbraucher) nach ein paar Tagen Standzeit unter 12,0 V geht ist wohl die Batterie hinüber.

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