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Beiträge von Kardan06

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    Ob nun viel oder wenig Öl durch eine Bohrung gedrückt wird, hat doch keinen Einfluss auf die Kraft, die dafür nötig ist. Es ändern sich die Zeit und der gedämpfte Arbeitsweg, dazu gibt es einen neuen Leerweg. Für eine Änderung brauche ich einen Bohrungsquerschnitt oder eine andere Viskosität des Öls. Da ein neuer Dämpfer unterwegs ist, habe ich die Modifikation mal Interesse halber ausprobiert. Wie erwartet lässt sich Dämpferstange erst fast ohne Widerstand bewegen, solange Luft gepumpt wird. Danach ist es auf dem Restweg wie vorher. Nach einigen Pumpbewegungen stellt sich bei waagerecht liegendem Dämpfer ein konstanter Kraftaufwand ein. Vielleicht gibt es mehrere Bohrungen, so dass unten Öl und oben Luft durchgedrückt wird. Durch Schrägstellen ist es damit wieder vorbei und es kommt auf dem Weg der Dämpferstange zu sprunghaften Widerstandsänderungen. Der Effekt kann zu einem Lenkverhalten führen, das man von defekten Lenklagern mit Rastung in der Mittellage kennt.

    Die Versicherung muss immer zahlen, nur kann sie das Geld im Fall der Fälle bei dem versicherten zurück holen, wenn was zu holen gibt jenachdem wie hoch der Schaden ist ;)

    Das gilt für die Haftpflicht. Dort ist der Regress auf 5000 begrenzt. Die Frage war aber nach der Regulierung eines Kaskoschadens. Dort gelten die individuellen Versicherungsbedingungen, die in aller Regel die Leistung bei technischen Veänderungen ohne Legalisierung ausschließen.

    Mit billigen schwarzen Lederhandschuhen geht das Färben ganz nebenbei. Einfach mal eine längere Regenfahrt machen und dabei die Schalter gehörig benutzen. Ein für Ästheten nicht zu verachtender Nebeneffekt ist der, dass danach auch die Farbe von Schaltern und Finger wunderbar harmoniert. :)

    Die "Anschlussgarantie" ist letztlich eine Versicherung, die über den BMW Händler vermittelt wird. Deren Bedingungen liest man sich idealerweise vor Abschluss des Vertrags durch. Das bewahrt vor Enttäuschungen.

    Zu den 300€: Gut 100€ kosten die beiden Dichtsätze (bei BMW werden nicht nur die Dichtringe getauscht), das alte Gabelöl wird sicher nicht wieder eingefüllt, bleiben weniger als 200€ für den Arbeitslohn. Bei den zugegeben exklusiven Sundenverrechnungssätzen des Hauses sind das je nach Region zwischen einer und 1,5 Arbeitsstunden. Wer die Arbeit mal selbst gemacht hat weiß, dass das ein sportlicher Ansatz ist.

    Zwischengas bedeutet ja eigentlich, Kupplung betätigen, das Getriebe in den Leerlauf schalten, Einkuppeln, Drehzahl anpassen, Kupplung betätigen und dann den nächsten Gang einlegen. Schwer bei einem sequenziellen Motorradgetriebe und auch im LKW Bereich schon lange von der Getriebetechnik überholt. Der fröhliche Gasstoß über die notwendige Drehzahlanpassung hinaus bei Runterschalten dient doch eher der akustischen Genußsucht, weniger Wohlmeindende würden sagen der Sucht nach Aufmerksamkeit.

    Apropos Sprit zu viel im Tank.


    Habe ich mal gesehen, jemand tankte seine NineT und über dem Überlauf floss es unten unter dem Moped wieder raus.

    Er schaute dabei auf die Zapfsäulenanzeige und ließ die Pistole gedrückt.

    Wieder so ein Beispiel wo das hinführt, wenn der Hersteller an den Warmleuchten (hier für den vollen Tank) spart und es auch für das Eierphone keine hilfreiche App gibt. :ablachen

    Woher weißt du, dass der Tank leer ist? Ich habe nur so Reserveanzeige, aber Informationen, wann er Tank wirklich leer ist, werden von BMW dem Fahrer vorenthalten. Liegt bestimmt am Geiz der Controller, denen Warnlampen und Temperaturanzeigen zu teuer sind. :bier

    Es dürfte dem Sensor reichlich egal sein, ob er von Luft oder Öl umgeben ist, es zeigt halt die Temperatur des Umgebungsmediums an. Und wer mal einen Motor zerlegt hat, der zwei Jahre nicht bewegt wurde, weiß auch wie ölig die Teile selbst nach so langer Zeit noch sind. Dann misst der Fühler halt die Temperatur seines eigenen Ölfilms.:)

    Der Thermostat funktioniert nach alter Väter Sitte ganz mechanisch über ein Dehnelement. Die Temperaturen braucht das Steuergerät für einen sauberen Motorlauf unter allen Temperaturbedingungen (z.B. ist ein Choke damit entbehrlich) und zum Motorschutz. Vereinfacht: Bei Überschreiten von Grenzwerten wird die Leistung zurückgenommen.

    Die Werte können mit einem Diagnosecomputer ausgelesen werden. Für den Fahrer sind sie nach Ansicht des Herstellers nicht relevant, der vertraut mehr auf die Elektronik. Vielleicht zu recht, ich habe nicht recht verstanden, wofür man sich in früheren Jahrzehnten die Ölmeßstäbe mit zappeligem Thermometer gekauft hat.

    Es gibt zwei Temperatursensoren. Einer sitzt neben dem Ölkühlerthermostat und misst die Öltemperatur. Dazu muss er in den Ölkreislauf ragen, wofür nachstehendes Bild spricht. Einen extra Dichtring hat er nicht,

    https://www.leebmann24.de/bmw-…06&og=05&hg=12&bt=12_2359

    Bei kaltem Motor entspricht die Öltemperatur der Temperatur der Motorteile, warm gefahren aber nicht. Eine der wesentlichen Zweitfunktionen des Öls ist die Kühlung (der Boxer wird nicht umsonst Luft-/Ölgekühlt genannt :)). Der vorher gezeigte Sensor misst die Temperaur des (rechten) Zylinderkopfs und steckt im Metall.

    https://www.leebmann24.de/bmw-…06&og=05&hg=12&bt=12_2412

    Porsche setzt bei einigen Fahrzeugen auf eine Trockensumpfschmierung und doppelte Ölpumpe, damit bei sehr sportlicher Fahrweise auf Rundkursen, was ja mal Anspruch der Marke vor dem SUV Boom war, die Schmierung auch beim Auftreten hoher Fliehkräfte in schnellen Kurven gewährleistet bleibt. Zudem geht es um die niedrigere Bauweise durch die flache Ölwanne mit Blick auf die Schwerpunklage. Der Abstand der Kurbelwelle zum Öl dürfte bei beiden Bauweisen ähnlich sein. Das Bild einer durch das Ölbad pantschenden Kurbelwelle mag bestenfalls Schreckenphantasieen beschwören. Bei den Ölwannen, die ich bislang abgebaut habe, lag der Öllevel auch bei maximaler Füllmenge jedenfalls außerhalb des "Gefahrenbereichs". Veränderungen im Ölverbrauch konnte ich Unterschieden in der Fahrweise zuordnen, aber nicht dem Ölstand innerhalb der vorgesehenen Bandbreite. Gerade die luftgekühlten Boxer neigen bauartbedingt zu höheren Verbräuchen bei hohen Drehzahlen, wobei dann der Mehrverbrauch (bei einem nicht verschlissenen Motor) eher über die Ventilführungen geht. Da liegt vielleicht auch des Pudels Kern. Wer auf eine längere Tour, gerne mit flotter Anreise über die Autobahn, geht, wird das meist mit maximaler Ölfüllung tun. Da ist dann aufgrund des Autobahnanteils der Anfangsverbrauch etwas höher. Wer von Forentheorien schwindelig mit angeblich optimalen, aber geringen Reserven losfährt, kann sich dann am Ziel erstmal um das "richtige" Öl kümmern. Das zweite große Ölthema. :)

    Wenn man das Teil ohne Zangenkraft einschraubt dankt es der O-Ring, aber man verbaut sich fahrlässig die Chance für einen neuen Fred. So nach dem Motto "habe die Öleinfüllschraube ordentlich angeknallt, sie sabbert trotzdem". :)

    Das Ding ist blau, wenn auch in einem anderen Ton als die /5 und hat zwei Räder. Das war es mit den Gemeinsamkeiten. BMW hat mit mal der nineT bewusst kein Motorrad von früher nachbauen wollen, sondern klassische Elemente zu etwas modernem Neuen kombiniert. Dann kam die (betriebswirtschaftlich nachvollziehbare) Gier, die uns mehr oder weniger gelungene Abwandlungen auf nineT Basis bescherte. Nachbauen kann Triumph besser und wer ein Motorrad mit Aussehen und Feeling der 70er, aber keinen Oldtimer fahren möchte, wird bei Royal Enfield mit den neuen 650ern sogar authentisch bedient.

    Ich habe auch eine Streety, die aufgrund der guten Allroundeigenschaften für die meisten täglichen Einsatzzwecke gegenüber der nineT sicher das "bessere" Motorrad ist, aber auch auf der Genußrunde am Wochende funktioniert die BMW. Das hat sie mit dem Serienfahrwerk getan, mit Wilbers noch etwas besser. Was dir da gerade widerfährt, ist rational kaum noch nachzuvollziehen. Wenn die Werkstatt nicht helfen kann, bleibt wohl nur der Weg zum Exorzisten. Halt durch.

    Also braucht man zu den Klötzchen für das Senkrechtstellen des Motorrads auch noch eine Stoppuhr in der Garage für die exakte Bestimmung der Ablesezeit. Ganz erstaunlich, dass BMW solch hochspezialierte Technik in laienhafte Privatkundenhand gibt. :)