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Wunderlich Katalog 2018

Beiträge von Kardan06

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    Ich würde natürlich niemals Empfehlungen abgeben, die von der Herstellervorgabe abweichen :pfeifen. Aber warum bei einem Turboautomotor des gleichen Herstellers mit höherer Literleistung, im Betrieb vergleichbarem Motordrehzahlniveau und der besonderen thermischen und Drehzahlbelastung der Lader ein Ölwechsel alle zwei Jahre oder alle 30.000Km ausreicht und das technisch sicher nicht ganz primitve DKG gar eine "Lifetimefüllung" hat, während beim Motorrad die Öle in kurzen Fristen getauscht werden müssen, hat mir noch niemand überzeugend erklärt. Es kommen ja auch keine einfacheren und billigeren Öle zum Einsatz.

    Für Teile, die mit einem ECE-Rüfzeichen (E-Nummer) versehen sind, muss keine ABE mitgeführt werden. Es ist ja gerade Sinn der Nummer, dass darüber die technischen Details, Verwendungszweck etc. über eine Datenbank abgerufen werden können. Z.B. für Überprüfungen durch interessierte Kreise :brauen. Das ist am Straßenrand natürlich mühsamer als ein kurzer Blick in ein Papier, aber auch damit kann festgestellt werden, ob die Typgenehmigung eines ESD auch die Verwendung an dem Motorrad einschließt, an dem er angeschraubt ist.

    Genau, alles redet von Öl, Stickoxiden und Feinstaub. Aber wurde der schwindende Reifendruck eigentlich schon mal nach ökologischen Gesichtspunkten untersucht? Mit der Reifenluft können doch Weichmacher, Talkum und was sonst noch aus den Reifen in die Umwelt gelangen. Mindestens ein vorsorgliches Fahrverbot in besonders belasteten Motorradurlaubszielen sollte schnell umgesetzt werden. :freak

    Moderne Autos messen elektrisch und mahnen durch mehr oder weniger dezente Hinweise im Cockpit, wenn Schmierstoff nachgefüllt werden muss. Beim alten Jeep mit Peilstab kontrolliere ich wie beim Motorrad bei kaltem Motor. In dem Fall, weil die heiße Suppe zu dünn ist, um am Peilstab verwertbare Spuren zu hinterlassen. :winken

    Danke! Wissenschaftlichen Ansprüchen genügt das natürlich nur, wenn die Messreihe mit mehreren Motorrädern und einer ausreichend Zahl von Wiederholungen durchgeführt wird und die Ölstände dann den Durchschnitt der Messungen unter Angabe der Varianz beschrieben werden. Für Otto Normalölstandsmesser dürfte das aber reichen und manches erklären. :daumen-hoch Es soll ja sogar Leute geben, die aus Bequemlichkeit einmal vergleichen, wie ein ordnungsgemäß festgesteller Ölstand bei kaltem Motor aussieht und dann gelegentlich vor Fahrtantritt nachschauen.

    Als BMW die Motorsportfarben erfand, war Honda weltmarkt Marktführer und Max Fritz weilte nicht mehr unter den Lebenden. Allerdings verzichtet BMW bei der GS auf diese historische Anleihe, denn bei genauem Hinsehen handelt es sich eben nicht die Motorsportfarben (s. G/S), sondern eine hübsche weiß-blau- rote Lackierung, die kaum jemand als markentypisches Alleinstellungsmerkmal beanspruchen kann. Auch nicht Honda.

    Unabhängig vom Hersteller sind die Wartungskosten für Motorräder jenseits von Gut und Böse. Aber bleiben wir gerne bei BMW. Für ein Auto dieser Marke mit 340 PS hat die die erste Inspektion nach zwei Jahren und rund 30.000Km 300€ gekostet, die zweite mit größeren Umfängen nach vier Jahren und 60.000Km knapp 700. Geradezu ein Schnäppchen vergleichen mit dem Motorrad.

    Gut, dass dieses seekriegstheoretische Problem auch mal bei der Urban angesprochen wird, nachdem wir diese Thema bisher vorwiegend im Zusammenhang mit nineT ohne Zusatz, Pure, Scrambler und Racer diskutiert haben.:bier

    In der Werkstatt bleibt nicht die Zeit, das Motorrad von einem Mitarbeiter in der Senkrechten zu halten, mit der Pipette das Öl tröpfchenweise hinzuzugeben und zu warten, bis es in der Ölwanne angekommen ist. Also wird üblicherweise schlicht die Sollmenge aufgefüllt. Was der Mitarbeiter mit dem Kippen der Maschine meinte war sicher, dass ganz besorgte Kunden, die eine literweise Überfüllung befürchten, wieder ruhig schlafen können, wenn sie so Luft im Schauglas sehen. Kein Hersteller bemisst die Sollstände, egal ob über Schauglas oder Peilstab zu prüfen, so, dass ein Viertelliter Öl drüber oder drunter den Motor kaputt macht.


    Nun mal nicht so locker mit diesen Glaubensfragen. :freak Auch in den Autoforen nehmen die Diskussionen rund ums Öl breiten Raum ein und haben missionarische Züge. Gerade die vermeintliche Ungenaugkeit der elektronischen Anzeige gegenüber dem Peilstab bereitet vielen Usern schlaflose Nächte. Auch wenn es sonst gar nicht genug digitale Spielereien im Fahrzeug geben kann. Dabei hat BMW die elektronische Ölstandsmessung mal eingeführt, weil zu viele Fahrer sich überhaupt nicht ums Öl und den Peilstab gekümmert haben. Was nach der Verlängerung der Wechselintervalle auf heute übliche 25-30TKm dann oft nicht gutgegangen ist.

    Die Erfahrungen mit den 2V Maschinen können nicht einfach übertragen werden. Seinerzeit war bei der halben Motorleistung die doppelte Ölmenge im Winkeltrieb, das Öl dadurch deutlich weniger belastet. Eine Zeitlang war seitens BMW ein Ölwechsel im HA-Antrieb der Vierventiler nicht vorgesehen. Das hat prompt zu vermehrten Schäden geführt. Worauf dann der Wechsel wieder eingeführt wurde.

    Gestern wurde die 10.000er und zugleich die Jahresinspektion für 248 € in Lingen im Emsland durchgeführt.

    Weil ich bei diesem Freundlichen auch gekauft hatte, bekam ich eine F 800 zum nachhausefahren ohne Berechnung.

    Was ich gut und beruhigend empfand, war das Gespräch mit dem Meister vor und nach der Arbeit. So konnte ich alles fragliche mal ansprechen. Ich würde zusätzlich noch gefragt, „ob die Maschine kostenlos gewaschen werden dürfte“.

    Das Angebot spricht für die Werkstatt. Auf das Waschen würde ich aber verzichten. Ich habe gesehen, mit welchem Eifer die Motorräder in der hiesigen NL mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet werden. Aber vielleicht bemüht man sich dort dann wenig später um eine kulante Regelung, wenn Lenk- oder Radlager frühzeitig ihr Leben aushauchen.

    Einfach ein Loch in das Schauglas bohren, zur Vermeidung von Ölschaumbildung nicht höher als 1,2mm über Mitte, und nach jeder Fahrt nachfüllen, bis dort Öl austritt. :bier

    Wenn die Mechanik der Gasfabrik funktioniert, sprich der Fahrerbefehl "Schließen der Drosselklappen" über Gasgriff, Züge und Klappen vollständig umgesetzt wird, bewirkt das übermäßige Einspritzen von Kraftstoff eine Überfettung des Gemischs. Wer noch den alten Choke kennt und mal vergessen hat, ihn rechtzeitig zurückzunehmen, wird sich vielleicht daran erinnern, dass das dann bei warmen Motor eher zum Absterben des Aggregats führt als zur Drehzahlanhebung. Die Motorbremse gibt es im Übrigen nicht erst seit Einführung der Schubabschaltung. Wenn der Motor beim Gaswegnehmen mehr Leistung bereitstellt als die Fahrtwiderstände einbremsen, muss er alle dafür benötigten Zutaten bekommen. Beim Benziner Kraftstoff und Luft im richtigen Verhältnis und einen zeitlich passenden Zündfunken.

    Abgesehen davon, dass manche "Fehler" nur einer nicht erfüllten Erwartungshaltung des Bedieners entspringen, reicht für das

    Beschriebene ein aufgespleisster Draht eines Gaszugs (ich kenne die aufkeimende Panik, wenn deswegen der Motor vor einer Kurve bei höheren Drehzahlen hängt), oder eine klemmender Gasgriff. Tritt gerne nach Modifikationen der Lenkerenden auf, wenn dabei der unschöne Spalt zwischen Griff und Gewicht/Spiegelaufnahme gegen Null geschraubt wird und das notwendige

    Spiel für die einwandfreie Funktion damit fehlt.