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Beiträge von hardholgi

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    Wg. ABE:

    Ich hab vor ein paar Monaten festgestellt, dass der Original Lenkungsdämpfer keine Wirkung mehr hatte.

    Sei doch froh. Das ist die beste aller Lösungen! Der originale Dämpfer ist dran, und du hast nicht bemerken können, dass er unterdämpft ist, weil weder die NineT einen Hauptständer hat noch Du in eine kritische Fahrsituation gekommen bist.

    Hast damit aber jede Menge Vorteile im Alltagsbetrieb.

    So what.

    Und das Leben kann kürzer sein mit einem schlechten Federbein

    Der ist gut !


    Aber leider wahr. Verwöhnt von meiner RT, bin ich damals die ersten Wochen auf der NineT engagiert angegangen und auf drittklassigem Fahrbahnbelag fast aus der Kurve rausgeflogen. Das war der Auslöser für ein besseres Federbein.

    Kannst du mir verraten verraten ob die Ventildeckeldichtungen eine vorsichtige Öffnung vertragen? Oder muss ich dann neue nehmen....

    Du kannst diese Dichtungen mehrfach verwenden, bis sie defekt sind. Bei früheren 4V konnte ich eine solche Dichtung locker 10 x wiederverwenden.

    Das alles leuchtet ein, aber.... die DK,Synchronisation ist doch auch Bestandteil ses Service bei der NineT, oder steht das nur so auf den Plan???

    Besitze selbst Synchrontester, im Frühjahr fahre ich das Moped erstmal ein und dann hänge ich meine Wecker mal dran, bin jetzt schon gespannt was es ergibt.

    Doch, BMW erlaubt das Sync der Gaszüge, aber nicht der DK-Anschlagschrauben.

    Wenn Du übliche Synchronuhren“wecker“ hast, kannste vergessen. Die haben viel zu wenig Auflösung, um auf wenige mbar genau einzustellen. Mit einem U-Rohr kannst du Unterschiede von weniger als 1 mbar erkennen.

    Und nochmal Obacht: auch wenn du den Boxer genau einjustierst, so schwankt die Synchro von Tag zu Tag, bzw. nach jedem Stopp, mal links ein paar mbar mehr, mal rechts. Das ist normal. Aber diese paar mbar sind immer noch weniger als die Auflösung eines „Uhren“-Synchrontesters.

    Das kann ich mir aber nicht vorstellen das BMW die Synchronisation verbietet. Wäre sehr kontraproduktiv. Woher weist du das?

    Es steht so in der BMW RepRom. Wenn du die DK-Anschlagschraube verstellt, soll das gesamte Drosselklappengehäuse zum Neujustieren zu Hersteller Bing auf die Flowbench. So BMW.

    Nicht mit mir. Ich justiere den Leerlauf an der rechten DK-Anschlagschraube - natürlich mit U-Rohr - und freue mich anschließend über einen schönen Motorlauf.

    Aber Achtung: nicht an der linken DK-Anschlagschraube drehen, dort sitzt nämlich das DK-Potentiometer.

    Sicher wird der Motor mit gut gematchten Düsen besser laufen. Aber nur, wenn auch die Synchro der Drosselklappen wirklich perfekt eingestellt ist. Ab Werk, und auch nach einer Inspektion, ist die Synchro nur mit Glück perfekt, denn die Werkstatt muss nur auf eine definierte Toleranz genau einstellen. Und diese beträgt 25 mbar. Bei 25 mbar Unsynchronizität läuft der Boxermotor eher wie ein Lanztraktor, sprich ganz deutlich spürbar rauher und mit unwirscher Gasannahme. Wenn ihr 25 mbar Druckunterschied mal auf einem U-Rohr in live seht, wißt Ihr sofort, was gemeint ist. Dazu kommt, dass die Werkstatt den meistens unsynchronen Leerlauf überhaupt nicht einstellt, weil das BMW Rep-Manual dies verbietet.


    Andersrum heißt das: die Wahrscheinlichkeit, dass eine sauber durchgeführte Synchro den Motorlauf spürbar verbessert, ist viel höher als die Wahrscheinlichkeit nach dem Düsentausch.

    Es gibt durchaus NineT-Fahrer, die glaubhaft versichern, mit dem Serienfederbein zufrieden zu sein. Die Maschine fährt damit auch gut, leider nur auf topfebener Straße und ohne Komfort. Wem das ausreicht, der ist zurecht zufrieden. Er erfährt aber nie, was die Maschine auf Straßen aller Ordnung und Asphaltbeschaffenheit bei dynamischer Gangart tatsächlich kann, wenn ein gutes Federbein eingebaut wäre. Und das sind Welten Unterschiede.


    Aber wem das Serien-Fahrerlebnis genügt: alles gut, keine Rechtfertigung, genießt zufrieden Eure NineT und lasst euch nicht irritieren.

    Wenn der im Leerlauf tuckernde Motor einen kurzen Zündaussetzer hätte und nach 100 msec wieder weiterliefe, klänge es genau wie ein metallischer Schlag. Würg den Motor beim Anfahren doch mal absichtlich ab, du wirst diesen Schlag wieder hören.

    Das Geräusch ist also normal und unbedenklich in einer solchen Situation, fraglich ist vielmehr, wie es zu dem Aussetzer kam.


    Ich würde mir keine Gedanken machen und einfach weiterfahren. Beobachten, ob es wieder passiert.

    Eine weiche Feder würde naturgemäß weiter ein- und ausfedern als eine harte Feder, braucht also mehr Federweg. Die NineT-Fahrwerksgeometrie ermöglicht aber nur einen begrenzten Federweg, viel weniger als z.B eine GS oder eine RT. Das hat BMW so konstruiert.

    Daher kann die Feder nicht beliebig weich werden, und ich glaube gerne, dass 130 das untere Ende darstellt. 160 der Serienfeder taugt nur für Dickmoppel oder Soziusbetrieb.


    Aber wir reden bisher nur über Federungskomfort und noch gar nicht über die wahren „Führings“qualitäten eines Federbeins.


    Ich konnte mal eine MT07 fahren. Nun ja. Schnell genug war sie, konnte auch durchziehen und bremsen. Und sie war leicht zu fahren. Alles auf befriedigendem niedrigen Niveau.

    Aber sie ließ mich unberührt, wie Opel fahren oder Musik über kleine Lautsprecher hören. In den paar Stunden, die ich auf dem Motorrad verbringe, möchte ich mehr Erlebniswert.


    Zugegeben, das mittelmäßige Erlebnis hatte nicht direkt mit 80 PS/180 kg zu tun. Sondern eher, wie man es anrichtet. Wahrscheinlich bietet eine Enfield 650 viel mehr Erlebniswert als so eine MT07 oder KTM 790.

    Aus Diversifizierungsgründen könnte ich noch was über meine RT oder über meinen Plattenspieler erzählen, damit das Ursprungsthema so richtig verfehlt wird.

    Alternativ bin ich happy mit dem Öhlins-Federbein in meiner 2015er NineT, möchte darüber aber nicht diskutieren. Es ist wie es ist.