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Fahrphysik versus Fahrvermögen... - theoretische Diskussionsrunde

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  • Vorneweg..., wen das Thema nicht interessiert (kann ich verstehen) der möge sich doch bitte einfach raushalten!


    Angestachelt von diversen Videos bin ich mal wieder über Moto Gymkhana gestolpert und jetzt zum ersten Mal über die Übung GP8.


    Das ist eine Übung die einem erlaubt zu sehen, wo man denn da ungefähr steht und nebenbei das Fahrvermögen recht risikolos schult.

    Achterfaren um 2 Pylonen mit einem Abstand von 12m!

    Das Ganze auf Zeit und zwar 5x!


    How To GP8 - Achten fahren Motogymkhana Style - YouTube


    Abgesehen vom Fahrvermögen (was kann ich am Amnfang, was kann ich überhaupt) stellt sich mir die Frage was wohl überhaupt möglich ist...


    Anfänger liegen wohl bei 40 Sekunden, Könner unter 30 Sekunden.


    Ob man das jetzt umsetzen kann oder nicht, mir stellt sich erst mal die Frage nach der idealen Technik in der Theorie?!


    1. Wie fahre ich am schnellsten einen Kreis (also nicht bezogen auf die max. Geschwidigkeit sondern auf die kürzeste Zeit!)?

    Ist es da bei gleicher und maximaler Schräglage nicht egal, weil je schneller ich fahre, umso grösser wird der Kreis und die Dauer ist immer gleich oder gibt es da ein Optimum??!

    2. Übertrag ich das auf die Achter dann gibt es zwei Extreme:

    a) ich fahre zwei Kreise mit Durchmesser 6m mit gleicher maximaler Geschwindigkeit. Umfang eines Kreises liegt bei etwa 19m, zwei Kreise also 38m, das ganze in 6Sekunden (wenn man 5 Runden in 30 Sekunden scjaffen will) macht eine Geschwindigkeit von gut 6m/s oder 22.5km/h also etwa Fahrradtempo... - ganz schön flott für so kleine Kreise, kann man jetzt schlecht einschätzen, scheint aber machbar.

    b) ich drehe quasi auf der Stelle, dann logischerweise mit Geschwindigkeit 0, kann dafür zwischen den zwei Wendepunkten eine Gerade fahren und habe damit nur 24m zurückzulegen, muss dafür aber auf 6m auf mindestens 35km/h beschleunigen (und anschliessend wieder abbremsen!) um die notwendige Durchschnittsgeschwindigeit von 35km/h (für die 24m in 6 Sekunden) zu erreichen! - Das ist auf alle Fälle anspriuchsvoller, birgt aber vermutlich mehr Potenzial als die gleichmässige Geschwindigeit mit maximaler Schräglage.


    Die kniffeligen Punkte sind im Fall a) das Umlegen von einer Seite auf die andere jeweils bei maximalen Schräglage, bei Fall b) das Wenden auf kleinstem Raum mit Geschwindigkeit nahe 0, das natürlich nicht in der Praxis geht.


    Muss man wohl einfach ausprobieren und die Wahreit liegt wohl wie so oft in der Mitte.


    Was meint ihr, stimmt die Theorie mit der Kreisbahn und wie lange braucht man dann um einen Kreis mit maximaler Schräglae zu fahren??! Gibt es da eine optimale Geschwindigkeit??!!

    (bei den Mopped Tests fahren die meine ich mit etwa Tempo 100 auf einer Kreisbahn mit 45m Durchmesser, das wären dann etwa 141 m mit 27,8m/s oder etwa 5 Sekunden, kommt also annähernd hin!

    wobei....: wenn das alles linear ist, dann ist 45m Durchmesser zu 6m Durchmesser Faktor 7,5, die entsprechende Geschwindigkeitwwäre dann ausgehend von 105km/h gerade mal 14km/h.

    Nimmt man an, dass eine große, also annähernd max. Schräglage bei hohem Speed und grösserem Kreisumfang am Anfang eher etwas leichter ist, dann sind die 14km/h auf der 6m Bahn schon kernig und die 22.5km/h hier wohl gar nicht zu erreichen!


    We will see - to be continued!!

    Einmal editiert, zuletzt von MaT5ol ()

  • Für mich ein vollkommen neues, aber durchaus interessantes Thema.

    Aber weil es für mich neu ist, kann ich mich mit Deiner (Entschuldigung!)

    "verkopften" Herangehensweise nicht anfreunden. Und ob hier die Betrachtung

    des Ganzen durch Zerlegen der 8 in zwei Kreise zielführend ist, bezweifele ich

    auf die Schnelle auch erstmal, da eigentlich 2 Klothoiden mit anschließenden Geraden

    gefahren werden.


    Deine Frage wird in dem Video m.E. zumindest zum Teil bereits beantwortet.

    In seiner Eigenanalyse stellt er fest, dass er zu früh bremst, zu wenig Schräglage

    einnimmt und "zu weit" herauskommt. Ziel ist es offensichtlich also, den für

    die Wende eingenommen Raum / Weg zu begrenzen, und - man staune -

    diesen Weg möglichst schnell zurückzulegen. So wie ich es verstehe, geht es also nicht um die Frage

    "weiter Weg mit hoher Geschwindigkeit oder kurzer Weg mit geringer Geschwindigkeit" sondern um

    die Frage " wie absolviere ich den kurzen Weg in möglichst kurzer Zeit".


    Für mich wären übrigens zunächst einmal die Fahrskills Herausforderung, bevor ich mich

    dem Thema mathematisch nähern würde. Wenn überhaupt.

    Gruß

    Thomas


    *Die Welt ist eine Kurve!*

    Einmal editiert, zuletzt von Tom ()

  • Für mich auch neu... sich da mal kurz Gedanken drüber zu machen mit geometrischen Figuren die mir vertraut sind ist kein Act und geht automatisch... - die Klotoiden mögen dem sicherlich mehr entsprechen, aber ich weiß nicht mal was das ist, geschweige denn wie man den Umfang berechnet!


    Aber du hast Recht, vermutlich einfach mal machen!


    Kürzester Weg in kürzester Zeit (und damit höchster Geschwindigkeit!) ist ein eher triviales Maximum und wohl nicht zu erreichen...


    Fahren muss man das Ganze, zuerst flüssig und dann schneller, realistisch wird das Ganze dann wohl erst mit Beschleunigen und Abbremsen aber irgendwie fehlt mir das etwas das Flüssige.


    Ich war ein paar mal bei Lothar Schauer auf dem Supermoto für Jedermann mit Fahrtheorie und 1 mal mit einem Anschaungsbeispiel mit seiner Wettberwerbssupermoto..., der ist in eine Spitzkehre reingedriftet, stand dann quasi am Umkehrpunkt und ist geradeaus rausgefeuert wie abgeschossen.

    Sicherlich sauschnell und auch mit den entsprechenden Skills (der Kerl kann schon fahren!) aber irgendwie nicht schön und harmonisch, so wollte ich gar nicht fahren, selbst wenn ich es könnte!

  • ok..., fast alles klar!


    Ein Video von ein paar Könnern und eins von einem wahren Könner zeigt wie es vermutlich dann doch am Besten geht!

    Schnell auf den Graden und schnell in ganz kleinen engen Kurven und wie immer... - wenn man es kann, sieht es ganz einfach aus! :daumen-hoch


    ne ganze Menge Könner


    Und hier der Crack!

    Na dann werden wir wohl mal büschen üben!

  • Anfänger liegen wohl bei 40 Sekunden, Könner unter 30 Sekunden.

    Ich würde daraus kein Wettrennen machen.

    Ich habe diese Übungen vor 5 Jahren bei einem Motorrad-Sicherheitstraining mitgemacht.

    Mir machte es anfangs, mehr Schwierigkeit langsam die 8 zu fahren.

    Unser Trainer meinte schnell fahren kann Jeder. Das Balancegefühl auf dem Motorrad, wird durch langsames umkreisen der Pylonen verbessert.

    Im Nachhinein........., ich kann es nicht verstehen, wenn ein Motorradfahrer dieses Thema nicht interessiert.


    Gruß an den Ex-Pfälzer.

  • Ich würde daraus kein Wettrennen machen.

    da kann man aber ruhig ein Wettrennen draus machen!


    Das schöne ist ja, wenn man da viel Gas gibt, wird man nicht schneller! :lachen


    Geht nur mit Zeit und Muße und der Erkenntnis, dass man den guten (und scnellen) Motorradfahrer bereits am Langsamfahren erkennt.


    Ohne viel - ich fürhcte ohne sehr viel Übung wird man da nicht weit kommen und dazu gehört auch ne gehörige Portion Mut und Demut! :heil


    Bin mal gespannt wie sich das angeht und ob mich das anfixt!

    Scrambler halte ich für geeignet aber suboptimal aber wenn man das kann reicht das bestimmt auch locjker für unter 30 Sek und mehr muss ja nicht, ausserdem ist das Ziel nicht Rennen zu gewinnen, sondern mit der nineT besser und spassiger zu fahren!

  • Bin mal gespannt wie sich das angeht und ob mich das anfixt!

    Scrambler halte ich für geeignet aber suboptimal aber wenn man das kann reicht das bestimmt auch locjker für unter 30 Sek und mehr muss ja nicht, ausserdem ist das Ziel nicht Rennen zu gewinnen, sondern mit der nineT besser und spassiger zu fahren!

    Bin damals mit der GS1200LC gefahren. Habe mir fast in die Hose gemacht, dass ich das neue Teil hinschmeiße.

    Sehe es wie Du auch als Lernprojekt für mehr Sicherheit und Fun auf dem :toeff

  • Bin damals mit der GS1200LC gefahren. Habe mir fast in die Hose gemacht, dass ich das neue Teil hinschmeiße.

    Ach du bist DAS - ist doch gar nicht so schlecht für'n Anfang (noch dazu mit vollen Hosen! :lachen )

  • „Übung macht den Meister!“

    (Wo steht eigentlich das Phrasenschwein?)


    Wer mehr trainiert, wird besser werden und letztendlich das Geübte, das Gelernte verwenden können.


    Man kommt sich ja schnell etwas bescheuert vor auf einem Parkplatz ein paar Übungen zu machen. Über die Zeit habe ich an drei Motorrad Sicherheitstrainings mitgemacht.

    Dort kann man wirklich beobachten, wie jeder Teilnehmer über den Tag einfach besser wird!


    Und so verhält es sich auch bei dieser Acht!

    Entscheidend ist sicherlich die kürzeste Strecke am absoluten Grip- und Schräglagenlimit, was natürlich positive und negative Beschleunigung beinhaltet.

    Perfekt umgesetzt sieht dass dann bestimmt auch flüssig aus, oder?


    Üben, üben, üben!


    (Die fehlende Zeit zum Fahren, zum Üben hält mich ganz klar davon ab einen richtigen Brenner zu fahren. 4 - 6.000km im Jahr reichen einfach nicht für ein Level, welches mich befriedigen würde! Einer der Gründe für eine etwas entspanntere R nineT 🤭)


    (Noch kurz zum Sicherheitstraining: Machen,! Die Trainer dort helfen auch bei den absolut irdischen Problemen. Und sei es der von selbst hochschnellende Seitenständer was beim Abstellen der Maschine schwierig werden kann. Seiner Zeit hatte eine Einsteigerin massive Probleme und hatte dies in der Vorstellungsrunde angesprochen. Einer der Instruktoren versicherte Ihr, dass Sie dieses Problem spätestens zur Mittagspause nicht mehr hätte. Dem war dann auch auch so!!

    Schon Top!)

    Gruß

    Thomas

    Instagram: t1creme21

  • Also ich fahr jedes Frühjahr meine Achter und Kreise am Lenkanschlag aufm Supermarktparkplatz, und auch immer wieder mal zwischendurch. Geschwindigkeit ist da überhaupt kein Thema. Wichtig ist: runde Bögen und dass ich den Bock nicht ablege.

  • Ich werde im Mai wie schon in den letzten 6 Jahren ein 2 tägiges Kurven Training beim Driving Center in Groß Dölln besuchen und natürlich auch fahren :brauen

    Kann ich jedem nur empfehlen, und auch die Leute die glauben ganz genau zu wissen wie man um eine Kurve fährt lernen hier noch etwas weil theoretisch ja alles möglich ist und es am Ende meisten am praktischem scheitert... :bier

    "Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber zum Verbrechen"

    "Schlechtes Benehmen halten die Leute doch nur deswegen für eine Art Vorrecht, weil keiner ihnen aufs Maul haut.“ Klaus Kinski

  • Ich werde im Mai wie schon in den letzten 6 Jahren ein 2 tägiges Kurven Training beim Driving Center in Groß Dölln besuchen und natürlich auch fahren :brauen

    Kann ich jedem nur empfehlen, und auch die Leute die glauben ganz genau zu wissen wie man um eine Kurve fährt lernen hier noch etwas weil theoretisch ja alles möglich ist und es am Ende meisten am praktischem scheitert... :bier

    Ich war zweimal beim Fahrsicherheitstraining des ADAC.

    Jeweils ganztägig, das erstmal hat was gebracht, beim zweiten mal war der Fortschritt/ Erkenntnisgewinn übersichtlich. Lohnen tut es sich auf jeden Fall.

  • Ich bin auch eher zufällig aufs Gymkhana gestoßen. Für mich absolut beindruckend!

    Ich mache es wie Randknecht und gehe ab und zu auf den Supermarkt Parkplatz und taste mich an den Lenkanschlag ran. Auch suche ich mir bewusst engste Kurven die ich jeden Tag fahren muss Versuche diese im Radius zu minimieren. Auf Arbeit versuche ich die 180° Wende in einer Parkbucht.

    Das ist vom Gymkhana alles noch meilenweit entfernt, hilft mir persönlich aber schon.

    Man bräuchte halt eine Kiste mit diesem Umfallschutz wie im Video zu sehen, um ans Limit zu gehen. Unsere schicken Boxer sind da nicht so ideal.

  • Man bräuchte halt eine Kiste mit diesem Umfallschutz wie im Video zu sehen, um ans Limit zu gehen. Unsere schicken Boxer sind da nicht so ideal.

    ganz im Gegenteil... der Boxer ist der einzige Motor mit integriertem Umfallschutz!


    Ausserdem sollst du dich allmählich und spielerisch ans Limit antasten und es immer weiter rausschieben.

    Dazu musst du nicht ans Limit gehen, geschweige denn es überschreiten.

    Wenn du geduldig bist und es immer locker lässig von der Haben Seite her angehst, sollte das auch klappen - passieren kann natürlich immer mal was, aber dagegen bist du auch auf der Straße nicht gefeit und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit passiert beim Gymkhana nicht mehr... - eher weniger!!

    Wer sein Mopped immer in der Vitrine oder Garage lässt, riskiert nichts - lernt aber auch niemals fahren!

    Einmal editiert, zuletzt von MaT5ol ()

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