Beiträge von Tom

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    Moin,

    schön, dass sie wieder (einigermaßen) läuft. Meine Gedanken zu Deinem Bericht und theoretischen Ursachen:

    1. Die Steller sollten nicht "ölig" sein, denn sie kommen nicht mit Öl in Kontakt. Möglicherweise aber mit - zu fettem- Gemisch,
    auch wenn die Gemischbildung erst hinter dem Bypass erfolgt. Das könnte m.E. bedeuten, dass das bereitgestellte Gemisch nicht
    zur Fahrsituation bzw. Drehzahl passt. Dafür kommen m.M.n. verschiedene Ursachen in Betracht.
    a) Defektes DK-Poti. Das Poti meldet eine falsche DK-Position (weiter geöffnet als real). b) Defekte Lambdasonde.
    Beides (und noch weitere Ursachen) kann zu einem zu fetten Gemisch führen.

    Ich würde mir einmal das Kerzenbild anschauen. Wenn das Gemisch tatsächlich zu fett ist, wirst Du es daran möglicherweise erkennen.

    image.png


    2.

    Mopped im Leerlauf synchronisiert = lt. Werkstatt top eingestellt, aber: Mopped „desynchronisiert sich selbst“ bei Erreichen einer gewissen Temperatur, also wenn die Elektronik mit Regeln anfängt. Dann Differenz von 30 – 40 mBar, trotz zweier Versuche.

    Ich hoffe, die Synchronisation wurde bei betriebswarmen Motor durchgeführt!? 90°C sollte der Motor schon haben,
    Stepper deaktiviert. Wenn der Motor gut synchronisiert ist (insbesondere die DK), sind die Stepper bei betriebswarmen Motor
    aus dem Spiel.

    Welcher Seite wird der Fehler zugeordnet?

    Moin,

    ob Stadt oder Autobahn spielt m.E. keine Rolle. Wie immer, schön warmfahren bevor es in den höheren Drehzahlbereich geht,
    dann sollte alles gut bleiben. Ich lasse sie nach dem ersten Start nach der Winterpause immer kurz im Leerlauf
    laufen, damit sich das Motorröl wieder schön verteilen kann und dann gehts los.

    Das lässt Raum für Spekulationen. Liest sich für mich nach wie vor so, als ob das Gemisch im Leerlauf nicht korrekt eingestellt wird. Wurde sichergestellt, dass die Leerlaufsteller intakt sind (Schrittmotore)? Wenn einer defekt ist, nützt reinigen auch nichts.
    Das Drosselklappenpoti wurde offenbar nicht geprüft?

    Ich bekomme gerade gedanklich die Kurve nicht. Vielleicht kann mir jemand helfen.Warum sollte sich "schlechter Sprit" nur im Leerlauf durch Absterben des Motors bemerkbar machen, während bei allen anderen Drehzahlen offenbar keine Probleme wie Motorstottern oder schlechte Gasannahme auftreten? Sollte "schlechter Sprit" nicht in allen Betriebszuständen (außer Motor aus) Probleme bereiten?

    BTW:

    Die Oktanzahl hat nichts mit der Zündwilligkeit zu tun!

    Doch, hat sie. Je höher die Oktanzahl, desto geringer ist die Zündwilligkeit des Sprits. Mit hohem Oktananteil wird Selbsentzündung bei
    geringer Gemischverdichtung verhindert, die Klopffestigkeit steigt, die Zündzeitpunkt kann weiter vor OT geschoben werden.

    M.E. ist das konkrete Problem zunächst mal im Bereich der Leerlaufregelung zu suchen.

    Nur soviel, mit Kurven hat es überhaupt nichts zu tun.

    Doch, wenn auch nicht unmittelbar. Neben dem durch die Größe des Nachlaufs bestimmten Rückstellmoments
    bestimmt die Härte des LD den Kraftaufwand, der zur Einleitung der Schräglage erforderlich ist (das sollte einleuchten).
    Ein LD mit geringer Dämpfung geht also mit einem geringeren Kraftaufwand zur Erzeugung des Gegenlenkimpulses
    einher. Daher der Eindruck der besseren Handlichkeit. Alles in kleiner Kategorie und nicht für jeden nachvollziehbar,
    aber mit Sicherheit messbar.

    Nichtsdestotrotz muss der Druck im Ansaugtrakt doch geringer sein (größerer Unterdruck) als der im Kurbelgehäuse. Andernfalls würde sich doch

    eine Kurbelgehäusebelüftung entwickeln, oder habe ich einen Denkfehler?

    Moin,

    interessantes Thema, wie ich finde. Mich würde interessieren, wie sich der Filter auf die Druckverhältnisse auswirkt.

    M.W. wird über den Ansaugtrakt ein Unterdruck im KG erzeugt, der die Entlüftung aktiv unterstützt. Könnte so ein Filter,

    der konstruktiv eigentlich nicht vorgesehen ist, auch negative Auswirkungen auf die Entlüftungsfunktion haben, weil er die

    Druckverhältnisse ändert?

    Noch ein kleiner Tipp:

    Bei der Montage der Zylinderkopfhauben nach Überprüfung des Ventilspiels solltest Du darauf achten,

    dass die Öffnungen der Sicherungsclips (Pos. 10) in Richtung Motor / Motorblock schauen. Es ist schon

    vorgekommen, dass so ein Sicherungsclip aufgrund falscher Ausrichtung bei der Montage der Hauben

    unbemerkt von der Schlepphebelachse gedrückt wurde und ein Schlepphebel bei Motorstart auf Wanderung ging.

    pasted-from-clipboard.png

    Moin,

    sofern die Betriebsstoffe, die Du verwendest, den BMW-Spezifikationen entsprechen,

    sehe ich keinen Grund, sie beim Freundlichen zu kaufen.

    Um den Service zurückzusetzen, brauchst Du natürlich entsprechende Soft - und Hardware. Ich kann die MotoScan App mit entsprechendem Adapter empfehlen. Für rd. 100 € hat man mit dieser App alles was man braucht. Neben Servicerücksetzung sind viele weitere Funktionen vorhanden. Z.B. Fehlercodes auslesen und löschen, Aktuatoren ansteuern, usw. Für jemanden, der die Servicearbeiten regelmäßig selbst durchführt, m.E. eine lohnende Investition. Das Synchronisieren ist als solches, wie Du sicherlich weißt, auch recht simpel. Brauchst halt einen Synchrotester.

    Bezüglich der Ventilspielkontrolle folgender Tipp:

    Du kannst Dir die Demontage des Brustpanzers zur Einstellung des OT sparen, wenn Du es über das Hinterrad machst. Geht am Besten mit einer 2. Person, aber auch alleine kein Problem und spart die Fummelarbeit bei den oberen Schrauben des Brustpanzers.

    Die Dichtungen der Zylinderkopfdeckel kannst Du übrigens getrost wiederverwenden, sofern keine offensichtliche Beschädigungen vorhanden sind.

    Der Freundliche ersetzt diese gerne regelmäßig durch neue.

    Ansonsten viel Spaß beim Schrauben.