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Bremsflüssigkeitswechsel

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  • Wann soll ein Bremsflüssigkeitswechsel gemacht werden? Der Händler sagt, alle 2 Jahre. Wenn man es jetzt in KM will? nach wie viel KM sollte man die Flüssigkeit wechseln? Ich fahre nicht so viel, ca. 3000 Km. Was meint ihr?


    Gruss, Rudi

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  • Früher, zu 2V-Zeiten, musste man nur alle 4 Jahre wechseln, und da gab‘s noch keine Stahlflexe (die weniger Wasserdampf durchlassen). Es sind die empfindlichen ABS-Aggregate, mit denen BMW so rigorose Intervalle rechtfertigen will. Ich halte 2 Jahre für unnötig häufig. Aber 4 Jahre würd ich nicht überschreiten.


    Gruß,

    Holger

    - Boxern seit 1987 -

  • Das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Ich würde den vorgegebenen Intervall nicht ohne Weiteres überschreiten. Es geht schließlich

    ums Bremsen. Das Weitere könnte sein - wenn man den Aufwand denn betreiben will, um ein Paar Euronen zu sparen- nach 2 Jahren den Wassergehalt messen zu lassen.

    Gruß

    Thomas


    *ajin tachat ajin*

  • Ich lasse bei allen meine Fahrzeugen egal ob 2 oder 4 Räder alle 2 Jahre die Bremsflüssigkeit wechseln, unabhängig von der Laufleistung.

    Denn das sehe ich so wie Thomas da es sich ja hier ums überlebenswichtige Bremsen handelt.

    Grüße aus dem Unterallgäu

    Stefan


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  • es gibt 2 wesentliche Gründe für das Wechseln der Bremsflüssigkeit


    1: Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch - auf Deutsch nimmt Wasser auf. Das Wasser macht sich Bremsen erst dann bemerkbar, wenn sich Dampfblasen bilden. Das passiert im Normalbetrieb so gut wie - nur bei extremer und langandauernder Belastung, beispielsweise Passabfahrten. Fazit: ein Wechselintervall von 2Jahren ist extrem vorsichtig bei durchschnittlicher Belastung - vergleichbar mit der Mindesthaltbarkeit von Lebensmitteln.


    2: Abrieb im mechanischen Teil des ABS. Deswegen auch der erste frühe Wechsel. Danach ist die jährliche Fahrleistung entscheidender als der Zeitraum.

  • Naja...man wird sicher nicht gleich sterben, weil man die Brühe nicht alle 2 Jahre tauscht. Ich glaube auch nicht dass das ABS deswegen sofort weg rostet... ABER: die Bremsflüssigkeit kostet nicht viel, ist schnell gewechselt, also wieso sollte man es länger drin lassen? 🤔

  • Ich glaube auch nicht dass das ABS deswegen sofort weg rostet... ABER: die Bremsflüssigkeit kostet nicht viel, ist schnell gewechselt, also wieso sollte man es länger drin lassen? 🤔

    es geht nicht um "wegrosten" sondern um das einwandfreien Schließen der Ventile.:winken


    Schnell wechseln geht nur mit entsprechendem Equipment (beispielsweise Diagnosegerät)
    die Ventile des ABS müssen geöffnet sein, weil sonst der Wechsel Nichts bringt :daumen-runter

  • Warum nichts? Ist doch dann viel frische Plörre im System.

    leider nicht - die "Plöre" ist im System nicht im Umlauf - alte und frische Bremsflüssigkeit vermischen sich kaum.

    Entscheidend ist, dass das ABS komplett mit neuer Bremsflüssigkeit geflutet wird - das funktioniert nur, wenn alle Klappen durch ein Diagnosegerät geöffnet werden.

    Alternative (Krücke): Bremsflüssigkeit wechseln, auf eine nasse Wiese fahren, mehrfach Bremsen (ABS aktivieren) und diesen Vorgang inklusive Bremsflüssigkeitswechsel mindestens 2-mal wiederholen

  • Welches Diagnosegerät kann das?

    das beim Freundlichen :brauen

    es gibt aber auch welche auf dem Zubehörmarkt - die können Vieles, solange ein geeigneter Dongle verwendet wird.

  • Dachte nicht das es so kompliziert wird, hatte bisher noch kein Motorrad mit ABS. Habe bisher bei sämtlichen Motorrädern selber gewechselt.


    Interessant wird es wenn mein seine 9t in einer freien Werkstatt zum Bremsflüssigkeit wechseln abgibt... Die haben bestimmt nicht das Diagnose Gerät werden aber vermutlich trotzdem wechseln und Rechnung schreiben :denk

  • leider nicht - die "Plöre" ist im System nicht im Umlauf - alte und frische Bremsflüssigkeit vermischen sich kaum.

    Entscheidend ist, dass das ABS komplett mit neuer Bremsflüssigkeit geflutet wird - das funktioniert nur, wenn alle Klappen durch ein Diagnosegerät geöffnet werden.

    Alternative (Krücke): Bremsflüssigkeit wechseln, auf eine nasse Wiese fahren, mehrfach Bremsen (ABS aktivieren) und diesen Vorgang inklusive Bremsflüssigkeitswechsel mindestens 2-mal wiederholen

    Hallo Alfred,

    Du hast sicher recht, was die älteren BMW ABS-Systeme betrifft. Da wurde ein Teilvolumen vom Bremskreis abgekoppelt. Bei den neueren scheint das nicht mehr der Fall zu sein, denn die BMW Werkstattmanuals ("RepROM") beschreiben für Motorräder ab 2007 ausdrücklich das klassiche Absaugen aus dem Bremssattelnippel mit Auffüllen oben ohne ein Diagnosegerät. Genauso beschreibt es auch FJ Schermer in seinem NineT-Schrauberbuch.


    Das GS911 von HexCode kann übrigens die ABS-Ventile zum Servicezweck öffnen.


    Grüße,

    Holger

    - Boxern seit 1987 -

  • Danke Dir Holger für den Hinweis mit dem GS-911. Überlege schon länger mir das anzuschaffen.

    -

    Mal kurz OffTopic: Kann man damit auch die Reifenart von Stolle auf Straßenbereifung ändern?

    -


    Gruß

    Vaui

  • Ja genau: Für ASC/ABS. Habs hier mal in einem Thread gelesen, dass das schon ordentlich was ausmacht.

    Muss ich noch mal nach suchen.

  • Früher, zu 2V-Zeiten, musste man nur alle 4 Jahre wechseln, und da gab‘s noch keine Stahlflexe (die weniger Wasserdampf durchlassen). Es sind die empfindlichen ABS-Aggregate, mit denen BMW so rigorose Intervalle rechtfertigen will. Ich halte 2 Jahre für unnötig häufig. Aber 4 Jahre würd ich nicht überschreiten.


    Gruß,

    Holger

    Wann war "früher"? Bei meiner R100RS von 1983 wird in der Bedienungsanleitung eindringlich darauf hingewiesen, die Bremsflüssigkeit jährlich zu wechseln. Bei der Integralbremse I mit elektischem Bremskraftverstärker hat BMW nach einiger Zeit das Wechselintervall für den Steuerkreis auf vier Jahre verlängert, weil den Kunden die horrenden Preise für das zweijährige Intervall dann doch zuviel wurden (wenn ich recht erinnere, wurden bei meiner R 1100 S 3 Stunden Arbeitszeit berechnet). Bei den leicht zugänglichen Radkreisen blieb es bei zwei Jahren. Das System hat sich dann ja auch nicht durchgesetzt.

    Im WHB der nineT wird ein Diagnosecomputer für den Bremsflüssigkeitswechsel nicht erwähnt, das funktioniert ganz konventionell. Eine besondere Prozedur mit Ansteuerung des ABS ist nur dann vorgesehen, wenn Luft in das System geraten ist. Austauschmodulatoren werden vorgefüllt geliefert. Auch das war bei Integral I anders, dort bedurfte es allerlei Zubehörs und eben des Diagnosecomputers (auch wenn im Netz kreative Bastellösungen kursieren).

  • Hier habe ich im Netz vom ifz noch was zur Bremsflüssigkeit und Wechselintervallen gefunden.


    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Grüße aus dem Unterallgäu

    Stefan


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