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Wunderlich

Gabeleinstellung Druck- und Zugstufe

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  • Moin,

    wenn ich bei der Gabel die Druck- und die Zugstufe einstellen möchte und dafür den Plastikaufsatz aus dem Bordwerkzeug mit dem 17er Schlüssel nehme, tut sich nichts, das Plastik dreht irgend wann über.


    Spricht etwas dagegen direkt mit einem Schraubendreher die entsprechenden Positionen einzustellen, bei meiner vorherigen Monster ging das auch so, ganz reindrehen und dann soundsoviel Klicks raus...?


    Gruß und danke

    Nils

  • … genau dafür ist es gemacht… wenn Du möchtest, kannst Du um den Schraubendreher noch ein dünnes Tuch oder Papier legen, somit reduziert sich die „Gefahr“ des zerkratzten.

    :toeff :toeff .... Motorradfahren ist wie S..: Du musst dem Gummi vertrauen ... :toeff :toeff

  • Ah, dieses Thema kommt mir gerade gelegen. Ich habe zwar schon letztes Jahr die Öhlins-Gabel-Cartridges nachgerüstet. (Die Gabel der "Pure" ist ja werkseitig NICHT verstellbar.) Ich weiss aber ehrlich gesagt bis heute nicht, wie die funktionieren sollen.


    Die Druckstufe wird am linken Holm eingestellt, Zugstufe am rechten ! ! ! ? ? ?

    (Oder umgekehrt. Nagelt mich jetzt nicht fest)


    Das Ist mir ein völliges Rätsel. Das sind doch 2 völlig getrennte Systeme. Wie soll das denn gehen? Es müsste doch jeder Holm für sich sowohl mit Druck- wie auch mit Zugstufe verstellbar sein.


    Ist aber ehrlich gesagt auch egal. Habe eh beides komplett aufgedreht. Bin etwas enttäuscht von Öhlins. Der Name verspricht ja schon Qualität. Die Dinger sind aber leider immer noch bockelhart. Im Vergleich zum Original zwar wesentlich besser, ein relativ schlechter Asphalt fühlt sich immer noch wie eine Buckelpiste an.


    Nur das mit der Einstellung bleibt mir bis heute ein Rätsel. Kann mich jemand aufklären?

    Gruß

    Der Eulenspiegel :kasper

  • Das stimmt schon es gibt Produkte bei denen wird die Druck- und Zugstufe nur über einen Holm realisiert.

    Gruss Thomas

    Ja, das weiß ich. Ich habe so ein "Produkt". Aber wie funktioniert es?


    Links wird nur gepresst und rechts nur gedämpft??? Kann doch nicht sein, so eine Asymethrie in der Gabel!

    Gruß

    Der Eulenspiegel :kasper

  • ist ein mittlerweile gängiges System, der eine Holm dämpft nur in der Druckstufe, der Andere in der Zugstufe. Für den Einbau, die Füllmenge (besser Luftpolster) und die Grundeinstellung sollte es Daten geben, das Öl und die Feder sollten auf dein Gewicht passen dann müsste das schon brauchbar funktionieren.

    Dont pray for an easier life. Pray for strength to survive a difficult one - Bruce Lee

  • hangeln1963: Nach Handbuch kannst du bei der Gabel (Modell E5) nur Druck- und Zugstufe einstellen…


    Die Federvorspannung wird gar nicht erwähnt, und als ich mit dem Plastikstöpsel und 17er Schlüssel drehen wollte, drehte sich auch nix weiter …

  • Links wird nur gepresst und rechts nur gedämpft??? Kann doch nicht sein, so eine Asymethrie in der Gabel!

    Links wird nur gepresst und rechts nur gedämpft, keine Ahnung warum, aber is so....


    die Gabel is ja oben mit zwei Brücken verbunden und unten mit der Steckachse....

    wenn alles richtig befüllt (Öl/Luft) ist tuts das schon

    Gruß Helmut


    Soonham Cycle Fucktory

  • Das passt schon und ist mittlerweile gar nicht unüblich. Es ist insbesondere in der Herstellung günstig. Die Gabel ist eine Einheit. Die einzelnen Komponenten sind ja quasi fest miteinander verbunden. Über die Gabelbrücken und die Steckachse.


    Wirklich gute Cartridges haben beides miteinander vereint. Ist aber wie gesagt aufwändiger und damit teurer.


    Die Öhlins Cartridges, die wir in die nineTs einbauen, und die auch als Aftermarketsystem für viele andere Motorräder angeboten wird, ist eine uralte Konstruktion, die irgendwann mal in grauer Vorzeit für Moto Cross Gabeln auf den Markt kam. So lange her, dass man im MX noch konventionelle Gabeln fuhr, die nen Durchmesser hatten wie Zahnstocher.


    Ja das Öhlins System funktioniert leidlich. State of the art ist das schon lange nicht mehr und insofern eigentlich auch viel zu teuer. Dass es dennoch besser ist, als der Serienkram anno 2015, 2016, ... ist schon ein besonderes Armutszeugnis für die OEM Hersteller.


    Die Gabeln, die mit den Öhlins Cartridges (und natürlich entsprechender Federn) bestückt sind, sind deswegen auf der harten Seite, weil sie eben (siehe oben) für einen ganz anderen Einsatzzweck entwickelt wurden. Nennenswerte Weiterentwicklungen seitdem: Fehlanzeige.


    Betriebswirtschaftlich für Öhlins ein großer Wurf.

  • Links wird nur gepresst und rechts nur gedämpft, keine Ahnung warum, aber is so....


    die Gabel is ja oben mit zwei Brücken verbunden und unten mit der Steckachse....

    wenn alles richtig befüllt (Öl/Luft) ist tuts das schon

    Sorry, aber das ist Unsinn. Gedämpft wird in beiden Holmen. In Holm 1 wird die Ausfederbewegung (Zugstufe) der Gabelfeder, in Holm 2 wird die Einfederbewegung der Gabelfeder (Druckstufe) gedämpft.

  • Und "gepresst", sprich gefedert wird in beiden Holmen. :) Cartridges können kein Wunder, aber spürbare Komfortverbeserungen bewirken. Das klappt mit meinen Wilbers (die ebenfalls Druck- und Zugstufe trennen) und ganz sicher auch mit Öhlins. Man muss sich nur zwischen sportlich straff und touristisch komfortabel entscheiden und die dazu passenden Federn auswählen. Bei Öhlins wird übrigens explizit darauf hingewiesen, dass man mit verschieden Federraten in den Holmen auch Zwischstufen einstellen kann. Soviel zum Thema "Es muss doch in beiden Holmen gleich sein", was sicher in früheren Zeiten mit eher weichen Gabelkonstruktionen seine Berechtigung hatte. Einfach irgend etwas einbauen reicht aber nicht und gerade Öhlins ist ja von Hause aus durchaus dem Sport zugeneigt. Standardangebote im Netz dürften daher eher auf der straffen Seite angesiedelt sein. Allerbestes Ansprechverhalten auf Asphalt in Rennstreckenqualität hilft aber nicht auf miesen Landstraßen und wenn man seine Gabel mit Cartidges und geeigneten Federn dafür abstimmen will, hilft sicher ein Fahrwerksspezialist hier im Forum oder in freier Wildbahn bei der Auswahl passender Komponenten. Aber was man auch immer macht, die nineT wird hinsichtlich Schlechtwegekomfort keine GS oder Goldwing.

  • So ist es. Bei Zwischengewichten verbauen wir auch unterschiedliche Federn links und rechts

    Gruß

    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Sorry, aber das ist Unsinn. Gedämpft wird in beiden Holmen. In Holm 1 wird die Ausfederbewegung (Zugstufe) der Gabelfeder, in Holm 2 wird die Einfederbewegung der Gabelfeder (Druckstufe) gedämpft.

    stimmt, habe nur die Wortwahl des Themenstarters verwendet

    Gruß Helmut


    Soonham Cycle Fucktory

  • hangeln1963: Nach Handbuch kannst du bei der Gabel (Modell E5) nur Druck- und Zugstufe einstellen…


    Die Federvorspannung wird gar nicht erwähnt, und als ich mit dem Plastikstöpsel und 17er Schlüssel drehen wollte, drehte sich auch nix weiter …

    Hallo,

    ich habe mir mal die Anleitung für eine E5 runtergeladen. Schaue mal auf Seite 66-69. Dort ist beschrieben wie man die Federvorspannung (mit dem Kunststoffaufsatz) und die Dämpfung einstellt.

  • Danke für den Hinweis, aber bei Druck- und Zugstufe wird ja auch gesagt, dass 1 komfortabel, 3 normal und 7 sportlich entspricht.


    Andere Hersteller sagen auch bei der Federvorspannung wie viele Ringe sichtbar seien sollen. Bei meiner Machine ist im gelieferten Zustand nichts vorgespannt…


    Lg Nils

  • Ist aber ehrlich gesagt auch egal. Habe eh beides komplett aufgedreht. Bin etwas enttäuscht von Öhlins. Der Name verspricht ja schon Qualität. Die Dinger sind aber leider immer noch bockelhart. Im Vergleich zum Original zwar wesentlich besser, ein relativ schlechter Asphalt fühlt sich immer noch wie eine Buckelpiste an.

    War bei mir anfangs auch so. Das muss nicht an den Cartridges liegen, es kann auch sein, dass das "Basis-Teleskop" (Szandrohr/Tauchrohr) nicht gut läuft. Grund können Verunreinigungen im Öl sein, welche dann in den Gleitbuchsen klemmen, oder auch schlechte Passung der Gleitbuchsen, ein oder 2 krumme Rohre (ich rede von 1/10 mm, die beim Hub und knappen Passungen schon viel ausmachen können), "klebrige" Simmer- und Staubringe, zu zähes Öl, Gabel verspannt eingebaut, zu viel Öl ........


    Bei mir waren zunächst Aluspäne im Öl. Bis die Gabel danach einigermaßen sauber lief, hatte ich noch folgende Maßnahmen durchgeführt:


    - Neue Gleitringe

    - Neue Simmerringe

    - Staubringe weggelassen, da Faltenbälge (Scrambler - würde ich bei der Pure zu Gunsten der Haltbarkeit der Simmerringe nicht empfehlen)

    - Standrohre außen und Tauchrohre innen poliert

    - Geradheit der Standrohre nachgemessen - waren OK

    - Bohrungen zum Druckausgleich und für die Schmierung der oberen Gleitlager in die Standrohre eingebracht

    - Ein Studium des verspannungsfreien Gabeleinbaus absolviert und mit Baccelor abgeschlossen - demnächst ist der Master dran :ablachen:lehrer

    - Auf der Druckstufen-Seite (links) auf dünneres Öl gewechselt (2,5W), Zusätzlich etwas GGV in beide Rohre.


    Meine Öhlins-Kartuschen selbst hatten mit der Ruppigkeit nichts zu tun - einzeln betätigt in der ölgefüllten Gabel laufen beide Seiten sanft und smooth mit deutlich spürbaren Unterschieden in der Dämpfung Druck und Zug - je nach Einstellung.


    Wenn Du sowohl Zug- als auch Druckstufe schon völlig geöffnet hast (Linksanschlag der Einstellschrauben) und das Ganze immer noch bockelig ist, bleibt wohl nur eine genauere Analyse der einzelnen Komponenten. Besonders die völlig geöffnete Zugstufe macht mir Sorgen, denn da sollte die Gabel nach dem Einfedern schon deutlich nach oben überschwingen. Sollte in dem Ausmaß nicht sein.

    Blöd ist dabei, daß ein Bein senkrecht per Körpergewicht belastet sich recht normal verhalten kann. Bei realer Belastung mit eher schräger Krafteinleitung (Lenkwinkel) kann's dann aber schon wieder bockig/ruckelig sein.

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