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Anderes Öl in der Gabel

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  • Hat jemand schon mal ein anderes Öl in der Gabel probiert? Möchte eine etwas härtere Vordergabel.
    Weiss jemand die Viskosität des Federgabelöls und was Sinn machen würde?
    Gruss Thomas

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  • Hallo Thomas,


    a) mit dickerem Öl erhöhst Du die Druck- und Zugstufendämpung. Ich glaube auch, dass das eine kleine Verbesserung bringen kann. Die Federhärte bleibt selbstredend davon unbeeinflusst.


    b) wenn wir ein wenig mehr Öl einfüllen würden, wird das zu komprimierende Luftpolster in der Gabel kleiner, was sich beim Einfedern wie eine leicht erhöhte Federrate anfühlen sollte. Vermute ich. Habe keine Erfahrung damit. Kann das jemand qualifiziert kommentieren ?


    Grüße,
    Holger

    - Boxern seit 1987 -

  • Ich bringe mal hier ein völlig geklautes Zitat an:


    Zitat aus einem anderen Forum:


    Eine Einteilung von Gabelölen nach SAE-Klassen (also 5 -10- 15 - 20 oder sogar 2,5 oder 7,5) ist unsinnig, durch keinerlei Norm gedeckt und dadurch auch völlig
    willkürlich. Die SAE Einteilung ist rein und ausschließlich für Motor- und Getriebeöle und dort auch nur innerhalb einer der beiden Gruppen schlüssig. Die Messverfahren und –temperaturen sind für Motoröle ganz andere wie für Getriebeöle. Für Hydrauliköle -zu denen Gabelöl gehört- gilt keine der Festlegungen. Die festgeschriebenen Messtemperaturen und die Unterschiede von dynamischer und kinematischer Nenn-Viskosität ergeben ohne Zuordnung haarsträubenden Blödsinn und jeder Hersteller schreibt auf seine Fläschchen, was seine Marketingfuzzis für umsatzfördernd halten. Das darf er sogar, da eben keine eigene Norm für Gabelöle existiert, die den Unsinn in geordnete Bahnen lenken würde. Glaubt ihr nicht? Dann lest weiter.....
    Noch was: Wer mit der im folgenden verwendeten Einheit Centistokes (cSt) nichts anfangen kann, dem sei zur Veranschaulichung gesagt, daß Wasser eine kinematische Viskosität von 1 cSt hat und daß die betrachteten 150 Gabelöle von 10 cSt bis maximal 116 cSt reichen. (Die korrekte, moderne Einheit sind mm²/s, aber die sind ein Alptraum zu tippen). Also: Ich hab´ mal in Deutschland gebräuchliche „10er“ Gabelöle
    rausgesucht und deren Werte verglichen: Das dünnste der als SAE10 angebotenen Öle ist hier „Castrol light SAE10“ mit 15,0 cSt, das dickste
    „Motorex Racing Fork Oil 10“ mit sage und schreibe 52,2 cSt. Beide werden als 10er Gabelöl verkauft und dazwischen tummeln sich aber 5er, natürlich viele weitere 10er, 15er und sogar 20er Öle!
    Es gibt also jede Menge „5er“ Öle, die deutlich dicker sind als das 10er Castrol (z.B. das „Shell Advance Fork 5“ mit 33,0 cSt), ebenso gibt´s 15er und 20er Öle, die wesentlich dünnflüssiger sind als das 10er Motorex (zur Erinnerung: 52,5 cSt), wie z.B. „Torco Racing Front Fork 15“ mit 33,0 cSt.
    Ein weiteres Gabelöl aus dem Hause Torco, nämlich „Torco Racing Front Fork 20“ mit 42,8 cSt wird auch als RockShox-Originalöl vertrieben, lustigerweise hier allerdings mit einem Etikett „RockShox 15W Extra Heavy“ bei natürlich unveränderten 42,8 cSt!
    Um´s nochmal rauszustreichen: das dickste 5er Öl ist gerade mal sieben lächerliche Centistokes dünner als das dünnste 20er(!), viele 10er und 15er tummeln sich völlig willkürlich überhalb und unterhalb.
    Wer jetzt glaubt, daß er nur immer die gleiche Marke kaufen muß, um bei der Gabelabstimmung zielgerichtet arbeiten zu können sollte sich folgende Werte auf der Zunge zergehen lassen: Castrol light SAE10 hat 15 cSt, Castrol Synthetic Fork Oil 5 (!) dagegen sagenhafte 28 cStokes. Das 5er Synthetic ist also
    paradoxerweise deutlich dicker als das rein-mineralische 10er aus gleichen Hause. Schön auch der Vergleich von „Castrol medium SAE15“ mit 46 cSt und „Castrol Synthetic SAE 10“ mit 42,5 cSt. Die sind also fast gleichauf, während ihre Flaschen einmal SAE10 versprechen und einmal SAE15. Beides Castrol Gabelöl! Oder hintenrum-durch-die Brust-ins-Auge: Einfaches 10er Castrol und synthetisches 10er Castrol liegen um unglaubliche 27,5 Centistokes auseinander.
    Die gleichen Absurditäten gibt´s bei Silkolene, Bel-Ray, PJ-1, Motul und vielen anderen.
    Wer das alles nicht weiß, ersetzt also sein momentan gefahrenes Gabelöl unter Umständen durch deutlich dünneres, obwohl er seine Gabel doch eigentlich härter machen wollte (und kauft im Extremfall anschliessend eine neue Gabel, weil selbst der Riesensprung von 5er auf 20er Öl „rein gar nichts gebracht hat“).
    Es gibt einige wenige Hersteller, die sich diesem Wahnsinn ganz oder teilweise verweigern und nur Angaben wie „extra-light, „Komfort“ oder „heavy“ machen. Eine brauchbare Angabe in mm²/s oder cSt auf der Flasche gibt´s aber bei keinem.
    Ein Sonderfall sind die Hersteller von Gabeln oder Federbeinen. Diese verwenden für die Erstbefüllung ihrer Federelemente hauseigene Öle. Für die Kommunikation gegenüber den Auftraggebern, (also den Fahrzeugherstellern) wird oft mit eigenen Skalierungen gearbeitet (das heißt dann z.B. „Öhlins Shock Absorber Fluid No.309“ oder eben „Showa SS7“). Klar, hier sitzen sich Profis gegenüber. Da braucht keiner dem anderen mit selbsterfundenen Viskositätsklassen zu kommen...
    Ein weitere Sonderfall betrifft die Besitzer von Japan-Oldies: für viele alte Japaner ist für die Gabel ATF vorgeschrieben (Automatic Transmission Fluid, also Spezialöl für Automatikgetriebe). Bedingt durch die Entwicklung immer leistungsfähigerer Wandler und Automatikgetriebe haben aber die Getriebe- bzw Automobilhersteller gänzlich andere Anforderungen an´s ATF wie in den 70er Jahren....
    ATF schwankt inzwischen von 30 Centistokes bis annähernd 90, auch wieder je nach Hersteller und Verkaufsbezeichnung! Soviel zu immer wieder gern gestreuten Aussagen wie:...ATF entspricht 10er Gabelöl...!
    Was heißt das alles jetzt für Hobby-Schrauber? Vor allem eins: Dokumentation! Schreibt Euch genau auf, welches Öl und wieviel davon ihr in die Gabel einfüllt. Ladet Euch das Datenblatt dieses Öls von der Herstellerseite und sucht die Angabe der „kinematischen Viskosität bei 40°C“. Wenn jetzt Eure Gabel unter- oder überdämpft sein sollte, könnt ihr zielgerichtet dickeres oder dünneres Öl verwenden. (Erst jetzt sind Variationen mit der Höhe des Luftpolsters sinnvoll!).
    Gabelöle lassen sich auch problemlos mischen. Dadurch kann man ganz pragmatisch vorgehen; man kauft, was der Händler um´s Eck gerade anbietet, holt sich die echten Viskositäten vom Datenblatt und mit ein bisschen Rechnen und einem exakten Messbecher ist ruck-zuck die gewünschte Viskosität gemischt. Schauminhibitoren und VI-Booster,
    Dispergenzien und Detergenzien, sowie Alchemie und Voodoo gibt´s als Dreingabe.


    Ende des Zitats.


    Für mich ergibt sich folgende Quintessenz:
    Das richtige Gabelöl muss man ERFAHREN.
    Bleibt bei einer Marke und bei einer Sorte, welche, ist erstmal egal.
    Schaut Euch die Datenblätter an und entscheidet die richtige Härte (centistrokes/sec).
    Danach erst spielt man vielleicht mit dem Luftpolster.


    Bei meinen neu erworbenen aber noch nicht montierten Wilbers Cardridges (der Rainer hört das bestimmt nicht gern) beginne ich mit einem 5er Öl und 115 mm Luftpolster.


    Viel Erfolg,
    Matthias

  • also jetzt bin echt etwas platt, so genau wußte ich das auch noch nicht.
    hoch interessanter bericht, kein wunder das man oft irgendwie auf kein
    ergebnis gekommen ist und wußte aber nicht so recht warum.
    und wieder und wieder und wieder, lach mich echt jetzt wech hier.
    und da bin ich sicher mal nicht der einzigste, denk ich jetzt mal laut.


    klar wußte man das es da unterschiede gibt und man hat es ja dann
    auch irgendwann mal gemerkt. aber mir das alles durchzulesen geschweige
    denn da überhaupt zu wissen was was ist, ne. man dachte ja bis jetzt immer
    dad geht ja dann nachher direkt besser, nehme ja jetzt dickeres oder dünneres öl.
    und verändere evtl. das luftpolster.


    aber schon echt hammer wie teilweise diese öle auseinander liegen mit der
    angeblich gleichen viskosität.....also dad find ich schon heftig.
    oder das sogar manche synt.öle dicker sind wie miner.öle,
    also dad is mir echt total neu.


    wenn ich zb. sehe wad da für wasser in die 12er multi gabel kommt,
    da hab ich schon immer mit dem kopf geschüttelt.
    oder damals in der 750 brutale, dad wasser daraus und dickeres wasser
    rein. :heil und siehe da sie funkt. dann echt ganz gut.
    oder was hab ich mich letztes jahr mir der nuda 900 gabel rumgeplagt.
    jetzt weiß ich auch warum. :daumen-hoch


    klasse, dad is mal nen echt nen bericht wo man was mit anfangen kann. :klatschen
    wird direkt mal einiges von notiert....klasse....gibt mal ne 1plus!!!!!!!!!!!! :daumen-hoch


    jetzt wird mir echt mal so einiges klar im nachhinein wenn ich dran zurück denke. ;(


    gr.thomas
    https://www.tn-tuning.de/

    Einmal editiert, zuletzt von beast1965 ()

  • Hallo Matthias. Vielen Dank, Sehr gut erklärt. Ja Du bist ein Wilbers Fan, das weiß ich,aber ich hoffe dich vielleicht irgendwann noch bekehren zu können. Ich könnte auch Wilbers anbieten, mache es aber aus Überzeugung und Erfahrung nicht.
    Zu dem Cartridge von Wilbers. Wilbers hatte noch nie eine eigene Gabeltechnologie. Die kaufen sie jetzt bei ZF ein. ZF ist ist ein Massenhersteller und der baut überhaupt keine wirklich feine Ware.
    Das Cartridge ist baugleich mit dem aus der 1000RR und von denen habe ich schon viele hier auf Öhlins umgebaut, weil...... ( will nicht weiter ins Detail gehen)


    Ein Cartridge System wird in der Regel auch auch nicht mit SAE 5er Öl befüllt sondern mit ganz speziellem Cartridge Öl cST19.
    Matthias kannst ja im Sommer mal vorbei kommen und den spürbaren Unterschied zwischen Wilbers und Öhlis mal live erleben


    Gruß
    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Wilbers hatte noch nie eine eigene Gabeltechnologie. Die kaufen sie jetzt bei ZF ein. ZF ist ist ein Massenhersteller und der baut überhaupt keine wirklich feine Ware.

    So so. Also erstmal meinst Du "ZF Sachs", wenn Du von "ZF" redest. Zweitens kommen die ESA-Fahrwerke der BMW GS LC von ZF Sachs, und die funktionieren einwandfrei. Daher bin ich absolut nicht bei Dir, wenn Du sagst "keine wirklich feine Ware".


    Gruß,
    Holger

    - Boxern seit 1987 -

  • Da die modernen Gabeln auf die seelige Ölablassschraube verzichten und der Ölwechsel den Ausbau der Gabelholme erfordert (es sei denn, man stellte die Fuhre auf den Kopf, aber da hatten wir ja gerade in einem anderen Fred :D ), ist das Experimentieren mit verschiedenen Gabelölen recht aufwändig. Da kann man auch gleich andere Federn einbauen. Der Umbau auf Wilbers-Federn hat die Gabel so gestrafft, dass ich damit sehr zufrieden bin. Für das Herumstellen an der Gabel hätte ich die Triumph, aber auch da habe ich die Schräubchen einmal so gedreht, dass es mir passte und seitdem nicht mehr angefasst.
    Wer die Gabel nur etwas straffer haben mächte, muss jedenfalls nicht den ansehnlichen Preis einstellbarer schwedischer Edelware investieren. Das ist doch eher für Leute, die tatsächlich rennsportlich unterwegs sein wollen. Möglicherweise greifen diese Menschen auch eher zur RR als zur nineT, was wiederum den Bedarf an höchstwertiger Fahrwerkstechnik trotz solider Basis erklärte. Außer engagierten Rennfahrern (und denen, die es sein möchten) sehen sonst eigentlich nur Menschen, die vom Verkauf von Fahrwerkskomponenten leben, an dem Motorrad einen ernsthaften Bedarf für Fahrwerksmodifikationen.

  • Die Federn hat der Schrauber des Vertrauens nach Angabe von Fahrergewicht, Fahrgewohnheiten und natürlich Ziel der Modifikation eingebaut. Ob jetzt Wilbers ausgewählt wurden, weil sie dazu passen, oder es unterschiedliche Varianten dieses Herstellers gibt, weiß ich nicht. Aber das lässt sich ja bei Bedarf mit einer Anfrage klären.

  • Danke für den Hinweis,


    dies scheint eine gute Alternative zu sein, wenn es um eine geringfügige Modifikation geht. Bei mir jedenfalls sollte die Gabel nur ein klein wenig straffer sein und deshalb habe ich bisher die recht teuren Umbaukits vermieden.

  • also mit ein wenig rumprobieren mit öl und evtl. einer anderen feder
    kann man schon einiges bewirken. nur muß dann auch das richtige finden :lachen :lachen :lachen
    wie wir ja so eben gelernt haben. ansonsten isses wirklich dann irgendwann
    nur noch ätzend daran zu arbeiten. das oftmals etwas schlechte erste ansprechverhalten
    von seriengabeln kriegt man damit aber auch nicht wirklich weg.


    für viele ist sowas dann aber schon oft ausreichend. weil wenn einmal eingestellt
    stellt man auch meistens nicht mehr dran rum. meine multi hat auch das volle programm
    an bord. dad fahrwerk habe ich dann irgendwann mal stundenlang ausprobiert.
    wad alles geht und dann für meine bedürfnisse eingestellt.....und seidem nicht mehr.
    is schon cool das alles über einfach mit tippen zu machen, aber brauchen tue ich das nicht.


    gr.thomas
    https://www.tn-tuning.de/

  • Die originale Feder der Seriengabel passt von der Härte für die meisten Fahrer schon gut. Wer im Bereich von 80-100 KG wiegt, muss an der Feder nichts ändern.
    Mit verschiedenen Viskositäten zu experimentieren ist extrem aufwendig und das würde ich lassen.
    Wenn man das macht muss man ausschließlich mit Gabelöl arbeiten wo der Hersteller seine Viskosität in cST angibt und nicht nicht SAE.
    SAE Angaben sind Schall und Rauch.


    Wer mal etwas testen will sollte es mal mit dem verändern des Luftkammervolumens anfangen.
    Dazu : Gabel entlasten, die Verschlussstopfen entfernen und mit einer Spritze mit Schlauch arbeiten.
    Ich würde in 10mm Schritten Luftkammervolumen vorgehen.
    Ich würde es schrittweise erhöhen.
    Das führt zu mehr Progression ca. ab der Mitte des Federwegs.
    Am Anfang ändert sich nichts spürbar.


    Am Anfang sollte man sich aber die Frage stellen, was man erreichen will.
    Geschmeidiger wird garnichts durch das ändern einer Gabelfeder oder des Volumens oder der Viskosität.
    Was die meisten wollen ist doch mehr Komfort und besseres Ansprechverhalten, und das geht nur mit einem Cartidge Einsatz oder neuer Gabel.


    Das die Gabeln heute keine Ablassschrauben mehr haben, hat einen guten Grund, denn schon nach ein paar 1000 Km ist das Gabelöl schwarz und stinkt gewaltig. Also wenn die Gabel mal raus ist zum Ölwechsel unbedingt kräftig mit Bremsenreiniger spülen.


    Gruß
    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Bevor man anfängt, planlos irgendwelches Zeug zu tauschen, sollte man erstmal die Hardware optimieren. Ein guter Fahrwerksspezialist holt mit gezieltem Tuning am bestehenden Material viel raus.


    Ansprechverhalten verbessern, Losbrechmoment verringern. Gute Gabelsimmeringe und ne feine Politur der Tauchrohre bringen da schonmal einiges. Ölwechsel wird auch gerne unterschätzt bei ner Gabel. Nicht selten hat man nach ner gewissen Zeit Wasser in der Gabel. Das komprimiert höchst bescheiden.


    Dann kann man immer noch anfangen, wie Rainer ausgeführt hat, ohne großen Aufwand mit der Luftkammer zu experimentieren.


    Aber wie gesagt, als erstes würde ich dran gehen (lassen) die Serientoleranzen zu minimieren. Es ist erschreckend, was man da teilweise vorfindet. Auch bei wirklich hochwertigen Komponenten, kommt stock oft ziemlicher Scheiß aus der Serienfertigung. Als ich noch MX fuhr war das erste beim neuen Bike die WP Gabeln zu überprüfen und zu optimieren.


  • Deckt sich mit meinen Erfahrungen.


    Noch was zum Luftpolster.
    1) Besser ist es das Volumen des Luftpolsters zu bestimmen und nicht die Ölmenge. Die Bestimmung über die Ölmenge geht nur wenn die Gabel exakt gleich sind. Kommischerweise ist das nicht immer der Fall, Erfahrungen mit der 9T habe ich nicht.
    2) Wenn man das Luftpolster als Unterstüzung der Feder herranzieht steigt natürlich der Druck in der Gabel, was bei mir teilweise schon mal zu richtigen Sauerrei füht, wenn nähmlich das dünne Gabelöl unter Druck den Weg ins Freie sucht.

    XXIV/VII
    MCMF

  • . . . wie das schon mal weiter oben angedeutet wurde:


    das Öl und dessen Viskosität beeinflusst nur die Dämpfung!


    Bei der Feder gibt es folgende Spielmöglichkeiten*:
    - härtere Feder = Reduzieren des effektiven Federweges (und umgekehrt)
    - Verändern der Vorspannung (beispielsweise durch andere Federteller/Büchsen oder Stellschraube) = Einstellen des negativen Federweges

    die beiden Maßnahmen erfordern eine Anpassung des Dämpfers (härte Feder/mehr Vorspannung = höhere Dämpfung)
    * einzuhalten ist ausnahmslos ein negativer Federweg von 30%


    Notlösung:
    - Reduzieren des Luftposters = Federung wird progressiver, aber es ändert sich auch das Ansprechverhalten = wird schlechter
    (gilt auch umgekehrt und ist nicht in beliebiger Größenordnung machbar)



    Reihenfolge: erst die Feder und dann die Dämpfung

    Einmal editiert, zuletzt von der_fla ()

  • Ich halte es für Utopisch, dass der "Normalo" Motorradfahrer nur durch wechseln des Öls oder Veränderung der Luftkammer, irgendwas erreichen kann. Hier sind die Möglichkeiten doch zu Eingeschränkt. Eine Wiederholbarkeit, sprich "Teststrecke/Rennstrecke" und "Werkstatt" für den Ölwechsel (was schon Aufwändig ist), haben die meisten nicht. Wenn sich Erfolge einstellen, sind diese eher dem Zufall anzurechnen.


    Ich denke eine vollständig Einstellbare Gabel ist die einzige Alternative. Damit kann sich jeder an sein Optimales Setup rantasten. Aber auch hier ist Zeit und Geduld erforderlich.

    2 Mal editiert, zuletzt von madnine ()

  • Anbei ein Zitat aus der letzten Motorrad Zeitung beim Vergleich cusomized R nine T Arrigoni Sport "Dark Knight" vs. "Rabbit Racer"


    ... "Und der Schwarze Ritter fährt auch gut. Seine Gabel bietet dank 10er Gabelöl von Modul spürbar mehr Dämpfung, arbeitet vor allem in der Zugstufe schön sämig." etwas weiter dann beim "Rabbit Racer" .... "Geradezu lasch gedämpft wirkt dagegen die Serien-Gabel, daran ändern die Öhlins-Federn naturgemäß nichts ....


    Mal abgesehen vom Wahrheitsgehalt solcher Testaussagen ist es wenigstens mal eine Aussage in Sachen Gabelöl. Bei BMW wurde mir zum Gabelöl folgende Aussage gegeben. Die hiesige Niederlassung verwendet das Teleskopgabelöl 2 mit SAE 11,5, aber ohne Centistoke Angabe auf der Flasche. Für mich etwas verwirrend, da eigentlich lt. Wartungsanweisung das Teleskopgabelöl mit SAE 7,5 zu nutzen ist.


    Habe daraufhin bei Arrigoni Sport nachgefragt, welches Öl und welche Füllmenge die Testmaschine "Dark Knight" hatte. Hier wurde auf das Motul Fork Oil Expert Medium SAE 10 verwiesen und es wurden die Originalfüllmengen verwendet. Laut Datenblatt von Modul ist die Viskosität bei 40 Grad 36,0 centistokes. Damit habe ich zumindest jetzt mal eine gute Indikation für den bald fälligen Gabelölwechsel.


    Vielleicht hilft dieser Beitrag ja dem einen oder anderen, der auch vor einem Gabelölwechsel steht oder einfach ein anderes Gabelöl verwenden möchte.


    VG André

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