Pannen-Survival für E3 mit Schlauch

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  • Für den Platten mit Schlauchreifen hab ich ein günstiges Werkzeug gefunden, mit dem man den Reifen unterwegs von der Felgenschulter gedrückt und demontiert kriegt. 36 €, das ist die Hälfte vom Beadpro Beadbreaker. Die Eisen sind 28 cm lang und wiegen 700 g. Flickzeug, Plastikstreifen von einem zerschnittenen Ölkanister und Fusspumpe ist alles was man noch braucht.

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    Im Netz kann man einige Videos finden (Beadpro), die zeigen wie das geht. Meistens muss das Rad nicht raus zum Schlauch flicken, wenn nur ein Nagel drin ist.

    4 Mal editiert, zuletzt von Alepplew (7. September 2023 um 18:41)

  • Bis euer ADAC Dienst da ist hab ich den Reifen geflickt und bin in die nächste Kneipe gefahren, zwecks Händewaschen und Bier :-).

    Ist mir übrigens in den letzten 5 Jahren zweimal passiert. Einmal ein Nagel in der sauberen Schweiz, einmal ein vom Freundlichen geknickt eingepfuschter Schlauch. Deshalb lieber selber.

    Einmal editiert, zuletzt von Alepplew (7. September 2023 um 21:36)

  • Bei der 100RS bekomme ich den Reifenwechsel dank der hohen Reifenflanke noch hin. Knackpunkt ist dabei doch, den Reifen erstmal ins Tiefbett zu drücken, Was bei den alten Schätzchen unterwegs unter Einsatz des Hauptständers machbar ist, wenn auch nicht unbedingt felgenschonend (siehe damals noch schrauberfreundliche Bedienungsanleitung). Außer man führt auch noch geeignete Unterlagen und Holzklötze mit. Mit welchem Trick klappt das bei eingebautem Rad der auf dem Seitenständer ruhenden ninet? :denk

  • Bei der 100RS bekomme ich den Reifenwechsel dank der hohen Reifenflanke noch hin. Knackpunkt ist dabei doch, den Reifen erstmal ins Tiefbett zu drücken, Was bei den alten Schätzchen unterwegs unter Einsatz des Hauptständers machbar ist, wenn auch nicht unbedingt felgenschonend (siehe damals noch schrauberfreundliche Bedienungsanleitung). Außer man führt auch noch geeignete Unterlagen und Holzklötze mit. Mit welchem Trick klappt das bei eingebautem Rad der auf dem Seitenständer ruhenden ninet? :denk

    Der Trick sind Gußfelgen und Reifenreparaturkit

  • Bei der 100RS bekomme ich den Reifenwechsel dank der hohen Reifenflanke noch hin. Knackpunkt ist dabei doch, den Reifen erstmal ins Tiefbett zu drücken, Was bei den alten Schätzchen unterwegs unter Einsatz des Hauptständers machbar ist, wenn auch nicht unbedingt felgenschonend (siehe damals noch schrauberfreundliche Bedienungsanleitung). Außer man führt auch noch geeignete Unterlagen und Holzklötze mit. Mit welchem Trick klappt das bei eingebautem Rad der auf dem Seitenständer ruhenden ninet? :denk

    Genau das ist das Problem, die Reifenflanke ins Tiefbett zu drücken. Bisher hatte ich dafür ne modifizierte Schraubzwinge mitgeschleppt, aber das ist ein sch... Gewürge. Mit den Beadpros oder der Vevorkopie kannst du die zweizinkige Gabel

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    zwischen Reifen und Felgenflanke drücken, dann die mit dem abgewinkelten Mittelzinken dazu (der Einzinken zeigt zur Felgenflanke),

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    dann die beiden Hebel zusammendrücken und du hebelst die Reifenschulter von der Felgenflanke. Ich hab das probiert, mit einmal nachsetzen klappt das sogar an meinem Hinterrad. Notfalls könnte man bei der zweiten Runde noch einen flachen Schlüssel zwischen die beiden Hebel legen, das gibt dann mehr Hebelweg an den Zinken. Bei mir hinten ging das aber auch so (Fläschchen Spüliwasser dabei hilft, fürs Visier und für die Reifenpanne). Wenn die Reifenschulter dann ringsrum im Tiefbett liegt, ist es kein Problem mehr, die über die Felgenflanke zu hebeln (wenn das schwer geht, liegt der Reifen nicht richtig im Tiefbett) und den Schlauch ein Stück rauszuziehen. Als Felgenschoner nehm ich aus einem Ölkanister geschnittene Plastikstreifen.

    Bei eingebautem Rad unbedingt den Seitenständer mit einem Spanngurt nach vorne sichern! Und wenn ein Nagel im Reifen ist, vorher raus. Sonst musst du nach 5 mal hin- und herschieben 6 Löcher flicken...

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    Hier ein Video, der testet das für einen behinderten Kumpel fast einhändig:

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    14 Mal editiert, zuletzt von Alepplew (8. September 2023 um 00:03)

  • Die Frage war aus reinem Interesse schon ernst gemeint. Albrecht hat ja offenbar Erfahrungen mit dem Schlauchflicken bei eingebautem Rad. Da kann das hier völlig überflüssige, weil am Thema vorbeigehende (siehe Titel), Loblied auf die Gußfelge doch einem Thread gesungen werden, der sich nicht mit der schlauchbereiften E3 befasst.

  • Die Frage war aus reinem Interesse schon ernst gemeint. Albrecht hat ja offenbar Erfahrungen mit dem Schlauchflicken bei eingebautem Rad. Da kann das hier völlig überflüssige, weil am Thema vorbeigehende (siehe Titel), Loblied auf die Gußfelge doch einem Thread gesungen werden, der sich nicht mit der schlauchbereiften E3 befasst.

    Mal ernsthaft: wie sieht denn die Felge nach einer solchen Aktion aus? Ich würde schon wegen den möglichen Beschädigungen davon Abstand nehmen, es sei denn, ich wäre sonst aufgeschmissen. Es gibt ja auch die Möglichkeit, die Felgen abzudichten und den Schlauch zu sparen. Macht für mich auch Sinn, da die Reifen sowieso alle schlauchlos sind. Nach vier Plattfüßen in den letzten ca. 15 Jahren habe ich immer dieses Pannenset dabei. Die rein theoretische Möglichkeit der Schlauchreparatur bedingt ja auch, permanent das entsprechende Werkzeug mitzuführen. Und da ja hier schon über die nötige Länge philosophiert wird, kann mein eher scherzhaft gemeinter Hinweis auf die Gußfelge -sprich Reifen schlauchlos- nicht so schlimm sein. Das soll die handwerklichen Fähigkeiten von Albrecht auf keinen Fall herabwürdigen.

  • Mal ernsthaft: wie sieht denn die Felge nach einer solchen Aktion aus? Ich würde schon wegen den möglichen Beschädigungen davon Abstand nehmen, es sei denn, ich wäre sonst aufgeschmissen. Es gibt ja auch die Möglichkeit, die Felgen abzudichten und den Schlauch zu sparen. Macht für mich auch Sinn, da die Reifen sowieso alle schlauchlos sind. Nach vier Plattfüßen in den letzten ca. 15 Jahren habe ich immer dieses Pannenset dabei. Die rein theoretische Möglichkeit der Schlauchreparatur bedingt ja auch, permanent das entsprechende Werkzeug mitzuführen. Und da ja hier schon über die nötige Länge philosophiert wird, kann mein eher scherzhaft gemeinter Hinweis auf die Gußfelge -sprich Reifen schlauchlos- nicht so schlimm sein. Das soll die handwerklichen Fähigkeiten von Albrecht auf keinen Fall herabwürdigen.

    Keiner muss selber flicken, jeder wie er mag. Aber das Gefühl, wenn du eine halbe Stunde nach der Reifenpanne einfach deine Tour weiterfährst, hat was.

    Die Felge sieht danach aus wie neu, aber nur wenn man's kann!

    Ihr habt offensichtlich noch nie Reifen selber montiert und die Felge von innen gesehen. Kratzer gibts höchstens auf der Innenseite des Felgenhorns, da sind die sogar erwünscht. Da ist die E3 Felge nämlich eh geriffelt, um den Grip des Reifenwulsts gegen Durchdrehen zu verbessern. Beim Drüberhebeln schützt man das außen sichtbare Felgenhorn mit Plastikstreifen.

    Übrigens: euer Reifenprofi hebelt nach ein paar Stunden Warten auf den Abschlepper und die Öffnungszeiten der Werkstatt die Reifenschulter auch über das Felgenhorn, der macht das nicht mit Feenstaub. Und ich hab schon einige vom Profi außen versaute Felgen gesehen. Außerdem haben die meisten kaum noch Erfahrung mit Schlauchreifen und pfuschen dir den Schlauch dann noch mit Knick rein, wenn du Pech hast.

    Abdichten hab ich auch lange überlegt, aber verworfen. Weil ein Platten wegen abgelöstem Speichendichtband unterwegs nicht reparabel ist, die Fliehkraft das Klebeband Richtung Abziehen belastet, und man eine zusätzliche Fehlerquelle einbaut.

    7 Mal editiert, zuletzt von Alepplew (8. September 2023 um 11:09)

  • Ich habe an Motorrädern schon alles Mögliche gemacht, nur Reifen aufziehen kam für mich nie in Frage, war mir immer zuviel Arbeit. Den letzten Reifenwechsel habe ich an meiner Kreidler 1973 vorgenommen. Räder ausbauen mache ich natürlich selbst. Da für mich Speichenfelgen nur in Frage kämen, wenn ich schlauchlos fahren könnte, stellt sich für mich das Problem des Schlauchflickens nicht. Ich bin auch nicht der, der ständig eine halbe Werkstatt mitschleppt. Die erste Maßnahme wäre in so einem Fall schonmal ein Hauptständer