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Sporadische Aussetzer bei geringer Last

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  • Hallo Gemeinde,

    bräuchte mal das Schwarmwissen. Am Wochenende habe ich einen Gruppenausflug gemacht, von der Sorte "Fliegen schlagen HINTEN auf". Das soll heißen: Häufig hat das Motorrad nicht nicht wirklich unter Last gestanden, sondern ist zwischen Schiebebetrieb und Rollen mitgefahren.

    Dann plötzlich, nach einer Pause, zeigen sich sporadische Aussetzer, dem Gefühl nach, als ob mal kurz der Sprit wegbleibt. Für eine Zeit von 20 Minuten ca. alle 1-2 Minuten, dann hielten wir wieder an zum Tanken. Danach war es wie weggegblasen, bis heute.

    In der Reserve war ich zu dem Zeitpunkt lange nicht angekommen: Bei Tageskilometer 210 km zeigt der Durchschnittsverbrauch 4,7 L/100km, normal ist bei mir Reserve bei ca. 240 km bei 6,0-6,3 L/100km.

    Zwischendrin habe ich versuchsweise beschleuningt um festzustellen, ob das Phänomen auch unter Last auftritt. Das ging nur 2x, dabei gabs keinen Befund.

    Kennt Ihr das?

    Euch noch einen schönen Tag!

    Gruß, Michael

  • Hallo,

    ich kenne das nicht. Jedenfalls nicht unter den von Dir beschriebenen Umständen.

    Das geschilderte Phänomen lässt viel Freiraum für Spekulationen zu möglichen Ursachen.

    Interessehalber dennoch die Frage, in welcher Fahrsituation genau die Aussetzer auftraten.

    Im Schiebetrieb oder beim Öffnen des Gas aus dem Schiebebetrieb heraus? Oder beim Rollen?

    Hattest Du die Motortemperatur im Blick?

    Gruß

    Thomas

    *Die Welt ist eine Kurve!*

  • Servus Thomas,

    Fahrzustand wie beschrieben: Motor mit wenig Last (rollen mit wenig Gas). Im Schiebebetrieb eher nicht, beim Beschleunigen auch eher nicht. Motor auf Betriebstemperatur, um die 100°C.

    Gruß, Michael

  • Puh! Das ist ja nun keine außergewöhnliche Fahrsituation und die Motortemperatur war auch weit ab des "roten" Bereichs.

    Wenn kein konkreter technischer Defekt vorliegt (Zündung, Spritversorgung) könnte ich mir grundsätzlich ganz vage vorstellen (Kaffeesatz), dass die Gemischaufbereitung aufgrund der niedrigen Drehzahl in Leerlaufnähe sporadisch nicht passte.

    Wie das allerdings in die von Dir geschilderten zeitlichen Zusammenhänge passen könnte, entzieht sich meiner Vorstellung.

    Bei sehr hoher Motortemperatur hätte ich einen lauen Ansatz. Aber so, alles im Bereich der Vermutungen und Dir sicherlich

    keine hilfreiche Antwort! :0plan

    Gruß

    Thomas

    *Die Welt ist eine Kurve!*

  • Bei den 1100 Modellen war das zu deiner Beschreibung passende Phänomen das so genannte "Konstantfahrruckeln".

    Sollte mit Einführung der zweiten Zündkerze eigentlich fast eleminiert sein.

    Meine es aber auch noch hin und wieder, ganz dezent im Vergleich zu den 1100 wahrzunehmen.

    Muss es nicht sein, könnte aber passen.

    Ferndiagnosen zu Fahrsituationen oder Motorgeräuschen sind immer so ne Sache.

    :winken

    Grüsse vom Bodensee :S

  • Danke Thomas und Andreas,

    Ferndiagnosen sind immer unsicher. Das geht schon mit der Beschreibung los!

    Den restlichen Sonntag und heute morgen war ja auch nichts mehr zu spüren - nicht ansatzweise. Meine Liebste (auch mit Scrambler 2017 unterwegs) meinte schon, daß sie das von Ihrer XB12R kenne: Wenn der Tank fast leer ist, würde das häufig auftreten. Nur ich war ja weit weg von der Reserve!

    Werde mal zum Verkaufsfreudigen gehen und den Fehlerspeicher auslesen lassen, oder noch besser: ein Lesegerät kaufen. Komme ich auf Dauer eh nicht umhin.

    Gruß, Michael

  • KFR könnte natürlich als "Aussetzer" wahrgenommen werden. Wenn es denn KFR ist (das hängt ja unmittelbar mit meinem Hinweis auf die Gemischaufbereitung zusammen), deutet dieses auf eine schlechte Synchronisation hin. Das zeigt Dir kein Fehlerspeicher an.

    Gruß

    Thomas

    *Die Welt ist eine Kurve!*

  • Konstantfahrruckeln schließe ich eigentlich aus, da der Motor bisher (ca. 22.000 km gelaufen) nichts dergleichen zeigte und der Effekt im Augenblick verschwunden ist. Wenn das so bleibt, tippe ich auf eine "elektronische Irritation".

    Sofern ich mich erinnere, tritt KFR bei den älteren 4-Ventil-Boxern von Beginn an in Erscheinung?

    Gruß, Michael

  • Ich tippe auch auf KFR. Nach 22000 km braucht der Motor ohnehin mal eine neue Synchro.

    Es ist bei den luftgekühlten Boxern durchaus so, dass er mal extrem geschmeidig läuft, und dann nach der nächsten Pause wieder ein wenig rauher und evtl. mit KFR. Ist normal.

    Bei nicht perfekt eingestellter Sync nimmt man diese Unterschiede stärker wahr als bei top Einstellung.

    Die Werkstatt kann Deinem Boxer aber keine perfekte Sync im Leerlauf verpassen, sondern nur im Lastbereich, weil sie dazu an der rechten DK-Anschlaugschraube drehen müsste und das verbietet BMW. Daher kriegst du nur durch eigenes Synchronisierung eine gute Synchronisierung des Leerlaufs hin.

    - Boxern seit 1987 -

  • Ich tippe auch auf KFR. Nach 22000 km braucht der Motor ohnehin mal eine neue Synchro.

    Es ist bei den luftgekühlten Boxern durchaus so, dass er mal extrem geschmeidig läuft, und dann nach der nächsten Pause wieder ein wenig rauher und evtl. mit KFR. Ist normal.

    Bei nicht perfekt eingestellter Sync nimmt man diese Unterschiede stärker wahr als bei top Einstellung.

    Die Werkstatt kann Deinem Boxer aber keine perfekte Sync im Leerlauf verpassen, sondern nur im Lastbereich, weil sie dazu an der rechten DK-Anschlaugschraube drehen müsste und das verbietet BMW. Daher kriegst du nur durch eigenes Synchronisierung eine gute Synchronisierung des Leerlaufs hin.

    Nabend,

    das ist ja echt ein interessanter Aspekt.

    Demnach müßte meine Scrambler ja gut eingestellt sein, denn auch bei der Rückfahrt von der Arbeit heute zeigt sich keinerlei Ungleichmäßigkeit im Motorlauf. Obwohl bei der Durchfahrt der (sehr langen) 30er Zone in Darmstadt dieser Leichtlast-Roll-Betrieb oft zustande kam.

  • Habe vor Jahren mal 7 1200er Luftboxer synchronisiert. Nur bei einem davon betrug die Differenz zwischen den zwei Zylindern im Leerlauf weniger als 5 mbar, bei allen anderen bis zu 20 mbar. Das ist noch innerhalb der von BMW als Serienstreuung akzeptierte Toleranz, doch deutlich spürbar in Form schlechterer Laufkultur. Das Problem ist, dass sich die Abweichung im Leerlauf auch noch in den niedrigen Teillastbereich hinein fortpflanzt, also nicht nur im Stand im Leerlauf. Letzteres wäre ja kein Problem.

    P.S.: solch feine Messungen gehen nicht mit Synchronuhren, aber mit einem simplen U-Rohr.

    - Boxern seit 1987 -