Die Macht der Gewohnheit / Liqui Moly MOS2

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Liebe Mitglieder: ich möchte an dieser Stelle auf ein neues Projekt von mir aufmerksam machen: www.japan-stromer.de bietet allen Fans der neuen Honda WN7 eine Plattform.

Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

Honda WN7 Forum

Die gewohnte Forensoftware und mich gibt's mit dazu ;-)
Euer Admin Markus

  • Moin moin,

    heute habe ich, wie bei meinen meisten Motorrädern, gewohnheitsmäßig erstmal eine kleine Dosis von 20 ml MOS2 von Liqui Moly dem Motoröl hinzugefügt. Ich benutze dieses Additiv schon über 40 Jahre in meinen Fahrzeugen, so das ich es, ohne nachzudenken, auch in meine RnineT reingekippt habe. Mit Schrecken musste ich im Nachgang beim durchlesen der BA feststellen, das dieses Additiv Motorschäden verursacht. Gibt es von euch eventuell neue Erkenntnisse bezüglich des MOS2 ? Ich hatte den Motor 2-3 Minuten laufen lassen. Einen Ölwechsel bekomme ich hin, meistens benutze ich den ENGINE FLUSH von Liqui Moly, womit auch der MOS2-Anteil entfernt sein müsste. Habt ihr noch andere Ideen ?

    DLzG, Andreas

  • Moin Holger,

    vielen Dank für deine beruhigende Nachricht.

    Nun, von den positiven Eigenschaften des MOS2 bin ich aus über 40 Jahren Erfahrungen mit diesem Additiv komplett überzeugt. Der Motorlauf wird seidiger, die Drehzahl dreht schneller hoch womit sich die Beschleunigung und Endgeschwindigkeit erhöht. Nebenbei sinkt auch der Benzinverbrauch, aktuell alles passiert mit meiner Royal Enfield Interceptor, welche mit Werksangabe 4 Liter auf meiner Tour Hamburg - Nizza über die Alpen 3 Liter verbraucht hat. Ich hatte sie gleich mit dem Additiv eingefahren.

    DLzG, Andreas

  • Neinein, Andreas, das MoS2 macht überhaupt nichts im Motor. Es wird wohl keine außerordentliche positive Wirkung haben, aber auch keinerlei Nachteile. Die BA schreibt nur Pauschalism. Mach Dir keinen Kopf.

    Hi Holger,

    ohne dir nahe treten zu wollen, aber woher hast du diese Erkenntnis?

  • Moin Holger,

    vielen Dank für deine beruhigende Nachricht.

    Nun, von den positiven Eigenschaften des MOS2 bin ich aus über 40 Jahren Erfahrungen mit diesem Additiv komplett überzeugt. Der Motorlauf wird seidiger, die Drehzahl dreht schneller hoch womit sich die Beschleunigung und Endgeschwindigkeit erhöht. Nebenbei sinkt auch der Benzinverbrauch, aktuell alles passiert mit meiner Royal Enfield Interceptor, welche mit Werksangabe 4 Liter auf meiner Tour Hamburg - Nizza über die Alpen 3 Liter verbraucht hat. Ich hatte sie gleich mit dem Additiv eingefahren.

    DLzG, Andreas

    Andreas, EINFAHREN sollte man einen Motor NICHT mit reibungsvermindernden Zusätzen, das wäre kontraproduktiv. Auch wird sich durch MoS2 kaum die Beschleunigung und Endgeschwindigkeit des Motors erhöhen, vielmehr wird ein Motor nach der Einfahrzeit ohnehin besser laufen als nagelneu. Diese Unterschiede, der Einfahreffekt, sind bei modernen Motoren, zudem bei engtolerierten weil wassergekühlten, kaum wahrnehmbar, bei luftgekühlten schon ein wenig. Dein Interceptor-Motor ist womöglich eher „alt“ konstruiert und wird sich auch weit nach den 1000 km Einfahrzeit noch etwas verbessern in Sachen Laufruhe und Gasannahme.

    - Boxern seit 1987 -

  • Hi Holger,

    ohne dir nahe treten zu wollen, aber woher hast du diese Erkenntnis?

    Eugen, reibungsmindernde Zusätze im Motoröl können Probleme machen bei Nasskupplungen, z.B. im LC-Boxermotor. Im NineT-Motor mit Trockenkupplung gibt es keine Bauteile, denen das MoS2 schaden könnte. Die BMW-Aussage, daß beschichtete Motorteile angegriffen werden, finde ich im Internet nirgendwo bestätigt. MoS2 kann korrosiv auf Stahl wirken unter Einfluß von Feuchtigkeit, z.B. bei externen Lagerstellen wie Schwingenlagern. Das ist im Motor aber nicht gegeben, es sei denn , dieser wird niemals warmgefahren.

    Ich will allerdings einräumen, daß MoS2 bei modernen Motoren, die mit modernen Motorölen betrieben werden, keine Reibungsminderung mehr erzeugt und so keine Vorteile mehr bringt und daher sinnlos ist - im Gegensatz zu älteren Motoren wie z.B. einem 2V-Boxer.

    - Boxern seit 1987 -

  • Klassische Einlauföle, sofern diese überhaupt noch eingefüllt werden, sind von geringer Güte (Mineralöl). Nur so können sich die Metallteile langsam aneinander anpassen (einschleifen). Deshalb gibt es auch immer noch die Empfehlung der Hersteller, während dieser Zeit auf hohe Belastungen und Drehzahlen zu verzichten. Wenn man hier ein Additiv zur besseren Schmierung dazu gibt, verlangsamt sich der Einlaufprozess entsprechend.

    Übrigens: Der Einlaufprozess ist nach 1000 Kilometern (Einfahrkontrolle und Ölwechsel) nicht abgeschlossen! Der komplette Einlaufprozess dauert noch ein paar tausend Kilometer länger an. Nur ist der Effekt am Anfang viel größer, als bei 15000 Kilometern Laufleistung. Ein grobes Schleifpapier mit 60er Körnung trägt einfach mehr ab, als ein 2000er, welches fast schon poliert.

  • Klassische Einlauföle, sofern diese überhaupt noch eingefüllt werden, sind von geringer Güte (Mineralöl). Nur so können sich die Metallteile langsam aneinander anpassen (einschleifen). Deshalb gibt es auch immer noch die Empfehlung der Hersteller, während dieser Zeit auf hohe Belastungen und Drehzahlen zu verzichten. Wenn man hier ein Additiv zur besseren Schmierung dazu gibt, verlangsamt sich der Einlaufprozess entsprechend.

    Übrigens: Der Einlaufprozess ist nach 1000 Kilometern (Einfahrkontrolle und Ölwechsel) nicht abgeschlossen! Der komplette Einlaufprozess dauert noch ein paar tausend Kilometer länger an. Nur ist der Effekt am Anfang viel größer, als bei 15000 Kilometern Laufleistung. Ein grobes Schleifpapier mit 60er Körnung trägt einfach mehr ab, als ein 2000er, welches fast schon poliert.

    Moin Tom,

    hier meine Erfahrung mit MOS2 in meiner neuen RE Interceptor 650:

    Abgeholt beim Händler, zuhause das Additiv hinzugefügt, nach 500 KM (3 Tagestouren) erste vorgeschriebene Inspektion durchführen lassen, danach selbst nochmal einen eigenen Ölwechsel durchgeführt. Bin dann ohne Additiv 200 KM gefahren und habe dann das MOS2 hinzugefügt. Ergebnis, deutlich bessere Beschleunigung und eine etwas höhere Endgeschwindigkeit. Nun hat das Schätzchen gute 3500 KM runter, davon 1800 KM von Hamburg nach Nizza über die Alpen, bei einem Verbrauch von 3 Litern, Werksangabe 4 Liter. Ich fahre meine Motorräder i. d. R. in 4-5 Tagen ein, im eigenen Stil, nicht nach Werksvorgabe, es sei denn, der voreingestellte Drehzahlbegrenzer hindert mich die ersten TKM daran.

    DLzG, Andreas

  • Eugen, reibungsmindernde Zusätze im Motoröl können Probleme machen bei Nasskupplungen, z.B. im LC-Boxermotor. Im NineT-Motor mit Trockenkupplung gibt es keine Bauteile, denen das MoS2 schaden könnte. Die BMW-Aussage, daß beschichtete Motorteile angegriffen werden, finde ich im Internet nirgendwo bestätigt. MoS2 kann korrosiv auf Stahl wirken unter Einfluß von Feuchtigkeit, z.B. bei externen Lagerstellen wie Schwingenlagern. Das ist im Motor aber nicht gegeben, es sei denn , dieser wird niemals warmgefahren.

    Ich will allerdings einräumen, daß MoS2 bei modernen Motoren, die mit modernen Motorölen betrieben werden, keine Reibungsminderung mehr erzeugt und so keine Vorteile mehr bringt und daher sinnlos ist - im Gegensatz zu älteren Motoren wie z.B. einem 2V-Boxer.

    Zumindest der Kolben sieht so aus, als wäre er mit einer Beschichtung versehen. Da von uns wahrscheinlich niemand explizid weiß, um was für eine Beschichtung es sich handelt und was MOS2 mit der Beschichtung langfristig macht, würde ich im Zweifel die Hinweise des Herstellers beachten.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von kidder (15. September 2025 um 12:42)

  • Moin Holger,

    vielen Dank für deine beruhigende Nachricht.

    Nun, von den positiven Eigenschaften des MOS2 bin ich aus über 40 Jahren Erfahrungen mit diesem Additiv komplett überzeugt. Der Motorlauf wird seidiger, die Drehzahl dreht schneller hoch womit sich die Beschleunigung und Endgeschwindigkeit erhöht. Nebenbei sinkt auch der Benzinverbrauch, aktuell alles passiert mit meiner Royal Enfield Interceptor, welche mit Werksangabe 4 Liter auf meiner Tour Hamburg - Nizza über die Alpen 3 Liter verbraucht hat. Ich hatte sie gleich mit dem Additiv eingefahren.

    DLzG, Andreas



    Tja, manche glauben auch ganz fest an die Wirkung von Homöopathie. (wird auch so sein, der Glaube versetzt Berge sagt man)


    tja, dass der Enfieldmotor nach dem Einfahren besser, schneller, dynamischer, sparsamer läuft, ist wohl ganz normal. Das tut jeder (alt konstruierte) Motor.

    Insgesamt ist das Mos2 eher nur für den Verkäufer wirksam(monetär) , in deinem Ölfilter wirst du evtl kleine Krümelchen(Mos2) finden , sonst bewirkt das Zeug gar nix in einem modernen ohnehin schon legierten Mehrbereichsöl.

  • Interessant, dass die Vorgab des Motorenherstellers, der sich im Rahmen der Entwicklung auch Gedanken um den Schmierstoff macht, das in langen Prüfstandläufen testet und über die Feldbeobachtung verifiziert, nichts gilt, wenn jemand in einem Forum etwas anderes meint.:denk

  • Clemens, dieses und viele weitere Foren, die sich seit Jahrzehnten mit 4V-Boxern befassen, sind ein sehr großer Feldversuch. Noch nirgendwo habe ich von Schäden durch LiquyMoly MoS2 gelesen. Auch wenn ich es selber für sinnlos halte im 1200er-Motor, scheint es in der Praxis doch eher harmlos zu sein. Oder glaubst Du, daß es entweder keinen einzigen MoS2-User gibt, oder aber sich niemand von denen traut, ihre Motorschäden zu analysieren und zu posten ?

    - Boxern seit 1987 -

  • Was meinst du mit alt konstruiert oder neu konstruiert

    Was ist der Unterschied

    Reisbrett und Tuschefuller vs CAD

    ??? :ditsch

    mit „alt konstruiert“ war gemeint:

    - Einfachzündung, einfache Verbrennungsführung mit 2-Ventil zylinderkopf

    - geringe Leistungsausbeute bei trotzdem hoher thermischer Belastung des Motors

    - hohe Wandstärken von Motor, Zylinderkopf, Kolben, usw aufgrund geringer Gusspräzision, unpräzise Nachbearbeitung, usw


    große Toleranzen in Zylinder und Kolben wegen hohem Temperaturgang und damit Wärmedehnung, usw


    So ein Motor muss gut eingefahren werden, damit Zylinder, Kolbenringe etc „tragen“,

    erst dann bringt er Leistung, Verbrauch, etc wie es sein soll.
    Fährt ihn ein „Bauer“ ein, bleibt es ein sog. „Bauernmotor“

    Alle Landwirte mögen mir verzeihen.

    Demgegenüber steht zb der Bmw LC Boxer: nahezu konstante Betriebstemperatur, hervorragende Fertigungsqualität. Als Resultat hat er so dünne Wandstärken, dass der Motor als Resonanzkörper wirkt, und schauderhafte Geräusche nach aussen hörbar sind.



  • Tja, manche glauben auch ganz fest an die Wirkung von Homöopathie. (wird auch so sein, der Glaube versetzt Berge sagt man)


    tja, dass der Enfieldmotor nach dem Einfahren besser, schneller, dynamischer, sparsamer läuft, ist wohl ganz normal. Das tut jeder (alt konstruierte) Motor.

    Insgesamt ist das Mos2 eher nur für den Verkäufer wirksam(monetär) , in deinem Ölfilter wirst du evtl kleine Krümelchen(Mos2) finden , sonst bewirkt das Zeug gar nix in einem modernen ohnehin schon legierten Mehrbereichsöl.

    Hallo Wolfgang,

    vielen Dank für deine Einschätzung. Offensichtlich hast du nicht die gleichen Erfahrungen mit dem MOS2 sammeln können, wie ich in 40 Jahren. Bei welchem Motorrad hast du den die kleinen MoS2 Krümelchen im Motoröl gefunden ? Ich wüsste ja zu gerne bei welchem Motor das Zeug wirkungslos sein könnte, nicht das ich da das Additiv vergeude :freak

  • Zumindest der Kolben sieht so aus, als wäre er mit einer Beschichtung versehen. Da von uns wahrscheinlich niemand explizid weiß, um was für eine Beschichtung es sich handelt und was MOS2 mit der Beschichtung langfristig macht, würde ich im Zweifel die Hinweise des Herstellers beachten.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Hallo Eugen, vielen Dank für deine konstruktive Nachricht, im doppelten Sinn.

    DLzG Andreas

  • Guten Morgen,

    ich denke, dass die Entwicklung von modernen Motorenölen genauso fortgeschritten ist, wie der Motoren auf selbst. Ein hochwertiges Öl ist nicht mit der braunen Plörre von früher zu vergleichen. Und hier sehe ich das Problem. MOS2 und ähnlichee Zusätze könnten die Eigenschaften der OEM-Additive auf chemischer Ebene beeinflussen. So wie aus einem giftigen Gas und einem sehr reaktivem Metall ein ungefährliches Salz (NaCl) entsteht.

    Auch Shell hat schon vor Jahren gewarnt, dass man dem guten V-Power weitere Zusätze wie Sprit-Stabilisatoren oder andere Reinigungsadditive beifügt.

  • Guten Morgen Tom,

    es mag ja sein, daß die modernen Motoröle und die Motorentwicklung und Fertigung fortgeschritten sind. Meine Erfahrungen der letzten 40 Jahre mit dem MoS2 sind bis zum heutigen Tag bestätigt worden. Ob es einen Ford Transit TDC aus 2008, oder einen TIGUAN 2.0 TDI aus 2019, einen Activ Tourer 2.0 TD aus 2017 oder jüngst meine Interceptor 650 und Caballero 500 betrifft, stehst war eine generelle Verbesserung in Laufruhe, Beschleunigung, Verbrauchsreduzierung und Schaltbarkeit spürbar. Genau deshalb hatte ich meiner RnineT Pure aus 2017 dieses Additiv hinzugefügt. Das ausnahmsweise genau dieses Modell nun nach BA das MoS2 nicht verträgt, war für mich überraschend. Demnach steht vor der nächsten Tour eine Motorspülung an.

    DLzG Andreas