Bremsflüssigkeit wechseln und ABS

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Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

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Euer Admin Markus

  • Hi

    bin dabei mein 20 000km Inspektion vorzubereiten. Beim Bremsflüssigkeit wechseln bin ich etwas irritiert.

    Ich finde nur Anleitungen die die Flüssigkeit zwischen Hebel/Pumpe und Bremssattel wechseln aber nix zu dem ABS Steuergerät. Der Druckmodulator unterm Tank hat auch keine Entlüftungsventile.

    Bei älteren BMWs (R1100x) musste auch extra im ABS die Bremsflüssigkeit gewechselt werden, gilt das nicht bei der R nine T E3?

  • Noel, bei den 1200ern wird die Bremsflüssigkeit tatsächlich ganz konservativ gewechselt, ohne Zugriff auf den ABS-Druckmodulator. Das war nur beim Bremskraftverstärker-ABS notwendig. Das Volumen im Modulator ist minimal und wird beim Standardwechselverfahren mit gespült. Daher auch die Empfehlung, etwas mehr Bremsflüssigkeit beim Wechsel durchzujagen als nur den Inhalt eines Ausgleichsbehälters.

    - Boxern seit 1987 -

  • Habe eben in der offiziellen Anleitung des Herstellers nachgesehen: der ABS Steuerblock wird bei einem Wechsel der Bremsflüssigkeit nicht separat entlüftet, alles passiert ausschließlich über die Bremssättel.

    Es gibt tatsächlich eine Routine für die Entlüftung des ABS Steuerblocks, diese wird getrennt für den vorderen und hinteren Kreis über die Software angestoßen. Dann laufen die Pumpen für 30 Sekunden. Laut der Anleitung wird sie aber nur erforderlich, wenn die Luft in den Block geraten sollte und erfordert das 3-malige Durchpumpen und Entlüften im Wechsel…

    Edit: Anleitung angehängt


    VG Jake

  • Für die, welche es genau wissen wollen. die Bremse einschließt ABS wird bei Erstbefüllung Vakuum befüllt.
    Hierzu wird natürlich auch der Sekundärkreis/ Rückförderkreis (Auslassventil/ Pumpe/ Speicherkammer) befüllt, hierzu läuft die Befüllroutine
    Beim normalen Bremsflüssigkritswechsel wird dieser Kreis nicht errreicht

    Streng genommen bleibt da ein bisschen Alte Bremsflüssigkeit Erst bei einer ABS Bremsung würde sich das vermischen

    Es sei denn man bemüht beim Wechsel die Ansteuerroutine in der Diagnosefunktion

  • Es sei denn man bemüht beim Wechsel die Ansteuerroutine in der Diagnosefunktion

    Es gibt im Diagnose Tool Bike Scan 100 einen Punkt der da heisst "ABS Druckmodulator entlüften" aber der ist im normalen Fall (normaler Tausch) nicht nötig, oder?

  • Nein, der ABS Modulator wird beim Bremsflüssigkeitswechsel nicht angefasst. Auch nicht, wenn ein Tool diese Möglichkeit für andere Anlässe beinhaltet.

  • Macht was ihr wollt, es gibt aber nur ei ne richtige Version

    “Bei Fahrzeugen mit ABS werden bei einem gewöhnlichen Bremsflüssigkeitswechsel Teile des Systems nicht vollständig gespült. Um dies zu verhindern, müssen verschiedene Stellglieder mittels Diagnosetester angesteuert werden.“

    Einmal editiert, zuletzt von Wums (13. April 2025 um 21:58)

  • Macht was ihr wollt, es gibt aber nur ei ne richtige Version

    “Bei Fahrzeugen mit ABS werden bei einem gewöhnlichen Bremsflüssigkeitswechsel Teile des Systems nicht vollständig gespült. Um dies zu verhindern, müssen verschiedene Stellglieder mittels Diagnosetester angesteuert werden.“

    Kauf Dir die BMW RepROM DVD (= Werkstattmanual) und lies nach, was dort zum Bremsflü-Wechsel drin steht. Dann wirst Du es glauben.

    - Boxern seit 1987 -

  • Kauf Dir die BMW RepROM DVD (= Werkstattmanual) und lies nach, was dort zum Bremsflü-Wechsel drin steht. Dann wirst Du es glauben.

    Danke für den Hinweis.

    Ich hab mein ganzes Berufsleben ABS entwickelt.
    Ich kenne das System.
    Beim üblichen Wechsel wird der Sekundärkreis jedoch nicht durchgespült.
    Mit Ansteuern der Spülroutine wird das getan. Das ist die einzig richtige Methode.

    Wenn man das nicht macht, riskiert man ( wie die meisten) wenn man nie ABS bremst, dass im Sekundärkreis uralte Bremsflüssigkeit verbleibt. Ist zwar recht wenig, aber ….
    Man kann natürlich nach dem Wechsel ein zwei ABS Bremsungen machen, dann vermischt sich das. Anschließend sollte man nochmal Wechseln.

  • Nur mal so, wenn der Alex das Beruflich macht, dann unterstelle ich ihm mal Fachwissen.
    Wenn das so wie beschrieben in der Werkstatt gemacht wird, wird da auch was dran sein.
    Muss ich das dann anzweifeln?:denk
    Ob es die "Selbermacher"so machen oder nicht, ist ja deren Sache, aber es heißt ja bei denen dann nicht das es richtig ist.
    Aber man kann ja noch drei Seiten drüber schreiben.:freak

    Wenn Du Dich manchmal klein, nutzlos, beleidigt und depressiv fühlst, denke immer daran, Du warst mal das
    schnellste und erfolgreichste Spermium in
    Deiner Gruppe
    .

  • Wenn die uralte Bremsflüssigkeit seit Jahren (ohne regelnde Bremsung) für sich isoliert im Sekundärkreis schwimmt, dann kommt sie nicht mit Luftfeuchtigkeit in Kontakt. Oder wie würdest Du das beurteilen ?

    Man könnte das so sehen, da gebe ich dir recht. Vor allem weil es im Vergleich zum Rest System ( Behälter, Handpumpe, Leitungen, Bremszylinder) sehr wenig Volumen ist. Und Luft oder Wasser kann da eh nicht dran.
    Aber stell dir vor, man hat alte BF mit hohem Wassergehalt im System, und hatte damit ein paar ABS Bremsungen, dann hat man logischerweise das Zeugs auch im Sekundärkreis, wenn man jetzt nur konfentionell neu befüllt, bleibt die alte BF im Sekundärkreis.
    Du kannst also nicht davon ausgehen, dass da über Lifetime super neuwertige BF verbleibt.

    Es ist schwer dies über Langzeitversuche zu beurteilen. Untersuchungen mit Feldrückläufern sind auch wenig Aussagekräftig, da hier die tatsächliche Nutzung unbekannt ist.
    wir haben da allerdings schon übles Zeugs rausgeholt.

    Aber gehen wir das Thema doch mal anders an.
    Wir sind uns einig, dass BF hygroskopisch ist und mit zunehmenden Wassergehalt der Siedepunkt sinkt. Daher tauscht man diese regelmässig aus.
    Also warum nicht gleich alles und richtig.
    Vorteil, die ABS Ventile und die Pumpe werden auch mal betätigt.

    Warum macht man es nicht.
    Zeit=Geld also Risikoabschätzung, was passiert wenn nicht? Da kann man jetzt lange diskutieren.

    ich sage nur, wie man es richtiger Weise machen sollte, wenn man das gesamte System spülen möchte.
    Viele, die den Service selbst machen, haben sicherlich ein Diagnosegerät, zum Service zurückstellen.
    was spricht dagegen die Routine kurz anzustoßen? Ist doch in 30sec erledigt. Alternativ anschließende ABS Bremsung.
    dann ist alles durchmischt und frisch.

    Die Mehrheit die kein Diagnosegerät hat, geht warscheinlich eh zur Werkstatt.
    Ist ja auch die vernünftige Variante, da Bremse = Sicherheit. Wer sich das nicht zutraut oder keine Ahnung hat sollte das eh so machen

  • Für die Werkstatt ist das WHB eine verbindliche Vorgabe des Herstellers. Warum sollte die davon abweichen? Nur zur Einordnung, für welche Art von Fahrzeugen hast du ABS Systeme entwickelt? Möglicherweise entzündet sich die Diskussion gerade daran, dass die geringe Füllmenge eines modernen Motorrad ABS andere Wartungsroutinen erlaubt als der halbe Liter der seeligen BKV Bremse der 1100S, einer LKW Bremse oder gar der eines Flugzeugs.
    Was das Betätigen der Ventile und Pumpe angeht. Was macht das ABS, wenn es den obligatorischen Test beim ersten Anfahren durchläuft?

  • Zu Einordnung. Dann ist aber auch gut, sonst driftet das noch irgendwo hin.
    Ich war seit mitte der 80er bis jetzt bei einem namhaften Zulieferer in der ABS Entwicklung, ich habe sowohl die Hydraulikkomponenten entwickelt, als auch später die Adaption an Fahrzeuge und Projektleitung inne gehabt.
    Sowohl die PKW Systeme, als auch Motorradsystem sind mir geläufig.

    Auch die Systeme unserer Mitbewerber sind mir bekannt.

    Du kannst davon ausgehen, dass ich weis von was ich rede.

    Jetzt soll’s aber auch gut sein.

  • Nur dass es hier anders herum wäre und die Werkstatt beim Abweichen von der Wartungsanweisung für das Durchspülen des ABS mehr Zeit investiert, die sie dank vorgebener AW für die Inspektion nicht bezahlt bekommt. Es sei denn, der Kunde liesse sich das als Extraleistung gegen zusätzliche Bezahlung andrehen. So wie IGEL beim Arzt. :)

  • Man kann natürlich nach dem Wechsel ein zwei ABS Bremsungen machen, dann vermischt sich das. Anschließend sollte man nochmal Wechseln.

    Ich mache das alle vier Wochen wenn ich die sehr schräge Tiefgarageneinfahrt herunter fahre, einmal auf die Hinterrad Bremse und es ruckelt in der Bremse. Allerdings mache ich das nur hinten, vorne muss ich das nicht unbedingt probieren...

    Denke mir schon lange das es nicht gut sein kann wenn das System nie arbeiten muss...

  • Einfach einmal im Monat vorn und hinten bei 100km/h in den Regelbereich bremsen und gut ist.

    Ist auch gut für den Fahrer:bier

    Wer keine Ahnung hat, der sollte wenigstens Verwirrung stiften. :alki-boys