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Pulvern oder Lackieren

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  • Wer an seinem Bike schraubt, hat irgendwann die Frage?
    Ich hatte nun einige Teil beim Strahlen und habe mich beim abholen mit den "Fachleuten" unterhalten.
    Lackierte Teile können immer wieder Problemlos gereinigt werden. An "Pulverteilen" wird die Energie (Strahlmaterial) abgeleitet und somit ein Reinigung unmöglich.
    Empfohlen wurde mir eine "Feuchtlackierung", bei der noch auf der feuchten Grundierung lackiert wird. Dies soll ebenfalls ein härtere Oberfläche erzeugen.

  • Kann es sein, dass Dir die "Fachleute" einen Bären ( Feuchtlackierung ) aufgebunden haben ? :denk



    Also ich lasse Motorrad Teile ( Metall oder Kunststoff ) sofern sie nicht oder nur leicht beansprucht werden lackieren ( nineT / schwarz seidenmatt ) und Teile die beansprucht werden ( z. B. Fußrsten ) pulvern.


    Lackierte Oberflächen sind glatter und schöner, gepulverte hingegen unempfindlicher.

  • Bei einem Pulverer der richtig Ahnung hat siehst du den Unterschied nicht ob es lackiert oder gepulvert ist.

    Habe bei mir den Lampenring und den Schnorchel glänzend pulvern lassen, da ist kein unterschied zum lackierten Tank zu erkennen.

    Die pulvern da auch ein Bauteil( z.B. Alufelgen) mehrfarbig.

  • naja, Pulver ist eine Kunststoffoberfläche und Lack ist eben Farbe. Die Kunst ist es bei beidem die Schichtdicke überall gleich dick aufzutragen. Beim Pulvern heißt der Gegner Elektrostatik. Das verhindert erstmal daß das negativ geladene Pulver auch in die Ecken will. und ohne gehts nicht, da sonst das Pulver nicht hält. Im Ofen schmilzt das Pulver dann und es entsteht die Kunststoffschicht die übrigens deutlich robuster als Lack ist. Kratzer lassen sich bedingt mit einem Fön reparieren

  • Da würde ich gerne mehr drüber erfahren. Wie genau?

    Es ist Kunststoff der bei einer bestimmten Temperatur schmilzt. Meist so ab 150°C aufwärts was natürlich einen Industriefön benötigt. Bei einem Kratzer einfach rantasten bis der Schmelzpunkt langsam erreicht wird. Mit etwas Glück verläuft der Kratzer komplett.

  • ja, die Luft aus dem Fön kann einen "Krater" reinblasen. Deshalb wird die Pulverschicht ja auch frei von Luftströmungen im Ofen erhitzt bis die Vernetzung eintritt. Die Temperatur ist dabei materialabhängig. Bei tragenden Teilen kann Pulvern deshalb auch kritisch sein wenn die Wärme eine Änderung des Metallgefüges auslösen kann. Da wird dann eben kein Pulver verwendet das erst bei 300°C vernetzt

  • Auch bei Pulver kann man kleine Macken mit einem Lackstift behandeln. Leider sehen die Hersteller das meist nicht vor. Bei Triumph wurde mir ein Heckrahmen wegen einer kleinen Druckstelle an verdeckter Stelle durch eine falsch gesetzte Klammer des Sitzbankbezugs auf Garantie getauscht. Dabei hatte ich eigentlich nur um einen Lacksstift gebeten. Den, weil gepulvert, es nicht im Werkszubehör gab. einwandfreies Garatieverhalten, aber wirtschaftlich fragwürdig. Nach der Garantie habe ich kleine Beschädigungen an den gepulverten Felgen mit einem farblich gut passenden Lack aus dem Kfz-Zubehör versiegelt. Da sind wir gleich beim nächsten Punkt. Die Beschichtung ist so stabil, dass das Material darunter bei kleinen Beschädigungen fast komplett weggammeln kann, bis das auffällt. Da ist Lack "ehrlicher" und wirft beizeiten Blasen.

  • Kann man so nicht sagen. Lacken, Pulvern oder Eloxieren. Die letzten Teile habe ich eloxieren lassen, dort brauchte ich eine plane Fläche und die vorarbeiten waren einfacher :), Schrauben habe ich pulvern lassen. Beim eloxieren sollte man jemand haben der weiß was er macht, da Alu ein wenig zickig ist.

    Wer später bremst war vorher zu langsam.

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