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Kerzengesichter normal?

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  • moinsen,


    im Rahmen meiner 20.00er Inspektion stand der Kerzenwechsel an - soweit alles kein Problem.

    Die alten Kerzen hatten alle um 0,96 mm mm Elektrodenabstand, Soll liegt wohl bei 0,8, die neuen messe ich eher mit 0,75 mm.


    Anbei mal ein Bild der ausgebauten Kerzen - links Hauptkerze-Nebenkerze - rechts Hauptkerze-Nebenkerze.

    Die Hauptkerzen sehen für mich relativ normal aus, die Nebenkerzen wirken eher verrußt. Normal oder der Hinweis darauf, daß da eventuell etwas in der Zündstrecke nicht perfekt ist?


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    Dass die Nebenkerzen nur bis 4000 U/Min mitspielen habe ich gelesen. Ich bewege mich aber schwerkunktmäßig eher im Bereich darunter. die können sich also über mangelnde Arbeit nicht beschweren :geht-klar


    Vielen Dank!!

    2 Mal editiert, zuletzt von nineT-mile ()

  • Ich will Dich ja nicht beunruhigen, aber ich finde das Kerzenbild insgesamt ziemlich bescheiden.


    Rehbraune Kerzen gibt's mit den modernen Spritsorten schon lange nicht mehr. Als ideal gilt eigentlich ein helles grau, ein frisches Mausgrau sozusagen, bis zu einem dezenten Taubengrau, wie Loriot sagen würde.


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    Links die Hauptkerze, mit einem schönen hellgrauen Kragen (Pfeil), daneben das frische Mausgrau der Nebenkerze:). Beide Kerzen haben 10.000 Km Laufleistung hinter sich. Um den Elektrodenabstand habe ich mich nie gekümmert.


    Deine Nebenkerzen sehen viel zu dunkel aus. So als wenn der Motor insgesamt notorisch untertourig gefahren wird. Zu fett kann unser Motor eigentlich nicht laufen, dafür sorgt schon die Elektronik.


    Wenn der Temperaturfühler im Luftfilterturm abgeraucht ist, schaltet der Motor automatisch auf eine angenommene Temperatur von -40°C und fettet gnadenlos an. Und so sehen die Kerzen für mich aus. Es müsste dann aber eine Fehlermeldung im Display vorliegen.


    Oder hat da jemand einen Widerstand vor den Temp-Fühler gelötet um der ZFE eine etwas kältere Temperatur vorzugaukeln? Oder ist dieser unselige Powercommander verbaut?

  • Ich denke, dass die Nebenkerzen schwarz sind, ist normal. M.E. liegt es an der unteren Einbauposition.

    Öl, dass nach dem Abstellen des Motors im Brennraum verbleibt, suppt die Nebenkerzen ein, verbrennt beim

    nächsten Start nicht vollständig und hinterlässt einen Ölfilm auf den Kerzen. Soweit meine Theorie.

    Ich würde mir jedenfalls keine Sorgen machen, solange alles ordnungsgemäß läuft.

    Gruß

    Thomas


    *Die Welt ist eine Kurve!*

  • Das ist wirklich theoretisch. Wenn soviel Öl im Brennraum stehen würde, dass die unteren Kerzen "einsuppen" (insbesondere die rechte bei auf dem Seitenständer geparktem Motorrad), hätte der Motor ein ernstes Problem und die blaue Ölrauchwolke beim Start, wenn der Motor denn überhaupt noch anspringt, würde den besorgten Eigner schleunigst in die Werkstatt treiben. Wie die Kerzen aussehen können und sollen hat Daisy ja freundlicherweise gezeigt.

    Vor dem Einbau neuer Kerzen sollte immer der Elektrodenabstand gemessen und ggf. korrigiert werden. Leider gibt es da immer mal ordentliche Abweichungen (Transportschaden?).

  • Das ist wirklich theoretisch.

    Das Szenario, das Du vor Augen hast, geht offenbar mit centiliterweise Öl im Brennraum einher.

    Ich rede hier von kleinsten Mengen, die über die Kolbenabstreifringe wieder zurücklaufen und ausreichen, um die Kerzen zu benetzen.

    Hätte ich geahnt, dass der Begriff "suppen" derart interpretiert wird, wie Du es machst, hätte ich ihn nicht verwendet.

    Ich halte es jedenfalls für sehr wahrscheinlich und halte an meiner Theorie fest. Die Antworten in einem anderen Thread zu diesem

    Thema bestätigen mich darin, denn demnach sind schwarze Nebenkerzen wohl eher die Regel als die Ausnahme.

    Was wir beide nicht wissen ist, wie die Mopeds vor dem Kerzenwechsel gefahren wurden. Bei Michael würde ich auf eine kurze

    Strecke Tippen, bei Daysi auf eine lange. Denn auch das macht sicherlich einen Unterschied beim Kerzenbild aus. Ebenso wie das Thema Drehzahlen, das hier schon angesprochen wurde.

    Und wie groß müsste der Zufall sein, dass beim Einbau ausgerechnet bei beiden Nebenkerzen der Elektrodenabstand nicht stimmen

    sollte, bei den Hauptkerzen aber sehr wohl? Nach meinem Geschmack zu groß.

    Eine blaue Rauchwolke beim Start hatte ich in den drei Jahren, die ich sie nun fahre, tatsächlich schon ein oder zwei mal.

    Mache mir deswegen aber keinen Kopf, weil ich es auf das oben beschriebene Phänomen zurückführe.

    Gruß

    Thomas


    *Die Welt ist eine Kurve!*

  • Hallo Daisy. Wieso ist ein Powercommander unselig? Hast du da eigene Erfahrungen? Wir arbeiten mit diesem Modul in Verbindung mit dem Hersteller der auch die Dynojet Prüfstände herstellt seit vielen Jahren sehr erfolgreich

    Gruß

    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Ich hatte tatsächlich eine Zeit lang eine Ansaugluft-Temperatur-Modifikation drin, die allerdings mangels spürbarer Wirksamkeit schnell wieder rausgeflogen ist. Danach war eine Zeit lang ein Rapidbike Easy-Modul im Einsatz, welches ausser Einträgen im Fehlerspeicher keine für mich spürbare Wirkung hatte und auch schnell wieder rausgeflogen ist.

    Danach habe ich mich dann mal selbst an die Synchronisation gemacht und zu guter Letzt gematchte Einspritzdüsen von Tills verbaut, seitdem läuft der Motor für mich wunderprächtig.


    Fahrstrecken im Sommer zwischen 70 und 300 km - sehr selten kürzer. In den letzten Wochen, wenn überhaupt mal, nur 30-60 km am Stück, ganz überwiegend über Land, wenig Stadt und kaum BAB. Ich fahre allerdings eher niedertourig.

    Die Kerzen hatte ich Ende Oktober - vor ca. 1400 km mal draußen und mit der Messingbürste gereinigt, davor waren sie tendenziell ähnlich wie gezeigt, die Nebenkerzen aber nicht ganz so schwarz. Danach waren die Strecken wetterbedingt überwiegend kürzer.


    Die eingangs genannten Elektrodenabstände sind sowohl bei den alten als auch bei den neuen Kerzen sehr gleichmäßig, da gibt's keine Ausreißer.

  • Ich denke, dass die Nebenkerzen schwarz sind, ist normal. M.E. liegt es an der unteren Einbauposition.

    Öl, dass nach dem Abstellen des Motors im Brennraum verbleibt, suppt die Nebenkerzen ein, verbrennt beim

    nächsten Start nicht vollständig und hinterlässt einen Ölfilm auf den Kerzen. Soweit meine Theorie.

    Ich würde mir jedenfalls keine Sorgen machen, solange alles ordnungsgemäß läuft.

    Tja, vom technischen Standpunkt stimme ich dir da voll zu!! Schon auch deswegen weil diese Nebenkerzen sozusagen "bodenliegend" eingebaut sind. Diese minimalsten Ölanhaftungen müssten von der Einbaulage stammen. :brauen

  • Hattest Du dazu hier etwas geschrieben?

    Ach herjee - ich schreib' so viel, wenn der Tag lang ist :freak - ich weiss es nicht mehr :0plan

    Kurzfassung: Die Unterschiede waren spürbar, aber recht subtil. Etwas sanftere Lastwechsel, für mich besser kontrollierbar.

    Allerdings hatte ich die Sync (grenzwertig nach der 10.000er Inspektion in der NL), und die Düsen relativ zeitnah gemacht, dazu nochmal Leerweg knapp eingestellt und den Gasgriff mit GGV geschmiert - da ist es schwer zuzuordnen, welcher Effekt woher kommt. Dazu kommt ja auch noch der Lerneffekt bei mir selbst.

    Aber im Ergebnis läuft die Kiste nun für mein Empfinden sehr schön sauber und rund, bin mit Motor, Schaltung und Bremsen aktuell echt glücklich.


    Zuvor habe ich bei meiner F800ST (die hatte einen unschönen Lauf) auf Tills gewechselt - da war der Effekt noch etwas deutlicher.

  • Aus- und Einbau ist pillepalle, dagegen ist der Zündkerzenwechsel Raketenwissenschaft. Dauert keine 5 Minuten für beide Seiten zusammen.

    Das Vertriebsmodell finde ich auch gut - erst die gematchten Düsen einbauen und dann die ausgebauten in der mitgelieferten Versandverpackung zurückschicken. Zusätzliche Dichtungen liegen bei.

  • ...interessiert die Langfassung...

    Eine Langfassung dazu gibt's nicht. Nur kurze Tatsachen.


    Es ist eben so, dass Motoren besser laufen, wenn die Zylinder so synchron wie möglich arbeiten. Ohne dass einer nachläuft, patscht, falsch angesteuert wird etc. Zu einem gewissen Synchronlauf tragen Ventile, Steuerketten und Ritzel, Kompression, Zündung und natürlich auch Einspritzventile bei.


    Bei den Einspritzventilen ist es so, dass der BMW Mitarbeiter bei der Montage in Spandau ins Regal greift und aus der großen Teilekiste Einspritzventile nimmt, die vom Hersteller in einer vorgegebenen Toleranzbandbreite geliefert wurden.


    Nehmen wir mal an, das Einspritzventil leistet 160 ml Durchsatz pro Minute. Die Herstellertoleranz soll 5 % betragen. Dann wäre es möglich, dass ein Kunde im ungünstigsten Fall eine Düse mit 168 ml/min und die andere mit 152 ml/min erwischt.


    Düsen-Till hat aber eine Messbank. Wenn er eine mit 163 ml/min festgestellt hat, wird solange gesucht, bis eine zweite mit ebenfalls 163 ml/min gefunden ist. Je nachdem wie die Spreizung vorher war, merkt man den Unterschied schon.


    Ich selbst habe mehrere Maschinen "getillt". Allerdings mag ich es nicht, fast nagelneue Teile auszuwechseln. Vor 80.000 bis 100.000 Km kommt das für mich nicht infrage. Das ist auch eine ca. normale Lebensdauer für Einspritzventile. Dann beginnen langsam die Relais-Federn zu erlahmen oder die Dinger fangen an zu kleckern.

  • Farbige Markierungen an Schrauben oder in bestimmten Positionen zueinander ausgerichteten Bauteilen dienen im Herstell- bzw. Montageprozess der Qualitätskontrolle bzgl. korrektem Drehmoment, Positionierung etc.

    Danke für die Erläuterung! Das z.B. die Schraubenköpfe von auf Drehmoment geprüfte Schraubverbindungen farblich markiert werden,

    war mir bekannt. Wie geschrieben befinden sich bei den Einspritzventilen die Farbmarkierungen unter den Schraubenköpfen, was bedeutet, dass sie vor dem Einschrauben der Schrauben aufgebracht wurde. Das ist mir so noch nicht untergekommen.

    Mag vielleicht auch nichts direkt mit den Schrauben zu tun haben.

    Gruß

    Thomas


    *Die Welt ist eine Kurve!*

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