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Wieviel Federweg nutzen wir eigentlich?

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  • Nachtrag zu meinem Post #68:


    Kinovea ist ein ziemlich mächtiges (und damit komplexes) Werkzeug, bei dessen Bedienung man einige Fehler machen kann. Da die aktuellen Versionen noch Beta-Status haben, sind auch einige Bugs bzw. "undokumentierte Funktionen" enthalten.

    Solche Sachen haben mich in den letzten Tagen ziemlich zur Verzweiflung getrieben, besonders was die Absolut-Federwege angeht.

    Dummerweise liegt so ein Moped ja nicht bolzenstabil, die Kamerabefestigung ist auch nicht unerschütterlich, also bewegt sich schon mal der Referenzpunkt, was blöd ist und die angezeigten Wege verfälscht.

    Gut dagegen ist, daß man einen Referenzpunkt auch tracken und dessen Position als "0" definieren kann. (Coordinate System - tracking"

    Dann kann man noch eine Strecke zeichnen und bemaßen - an dieser Maß-Referenz orientieren sich dann alle Messwerte.

    Blöd dabei ist, daß dabei aktuell noch das im Hintergrund liegende Koordinatengitter so ausgerichtet wird, daß dessen X-Achse dem Vector der gezeichneten Strecke entspricht. Dazu kommt noch eine Abweichung von einigen °.

    Wenn man also wie ich eine senkrechte Strecke bemaßt (in meinem Fall die Sag-Markierungen auf der Stange), vertauscht man ungewollt X- und Y-Achse und die geplotteten Ergebnisse zeigen nicht mehr genau das, was man sehen wollte.


    Glücklicherweise ist der Entwickler der Software a) echt nett, b) sehr hilfsbereit und c) offenbar sehr bemüht, die Software stetig zu verbessern :daumen-hochAlle Achtung!!

    Es wird also demnächst eine neue Beta erscheinen, in der man das Verhalten des Koordinatengitters bei Festlegung einer kalibrierten Strecke selbst festlegen kann. (anpassen/ignorieren)

    Bis es so weit ist, konnte ich mit dem neuen Wissen direkt aus der Quelle die Aufnahme aus Post 68 nochmal neu auswerten:


    edit 2.8.2020: Kaum 48 Stunden nach der Meldung des unerwarteten Verhaltens des Koordinatensystems bin ich nun offiziell Betatester für Bike-Anwendungen und habe eben eine Vorab-Betaversion bekommen, bei der die auffälligen Punkte verbessert wurden. Junge - der Kerl ist echt schnell :daumen-hoch:daumen-hoch:daumen-hoch

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.


    Zum einen hat sich der Verlauf aufgrund der nun übereinstimmenden Ausrichtung der Achsen etwas geändert und zum anderen stimmt jetzt auch die Bemaßung der Y-Achse (Federweg) mit der Realität überein.


    Wir sehen also am Anfang des langen Speedbumpers nur eine verhaltene Reaktion in Form von Einfedern um schlappe 35 mm. Der Bumper selbst dürfte etwa 12 cm hoch sein. Der Anstieg selbst ist recht steil, so daß ich erst mal nicht von einer übermäßigen Druckstufendämpfung ausgehe. Aufgrund der geringen Federwegsnutzung aber von einer für meinen Fall eher zu harten Feder.

    Die Gegenreaktion beim nachfolgenden Ausfedern ist mit knapp 40 mm schon heftiger. Hier schieße ich dank unterdämpfter Zugstufe deutlich über's Ziel hinaus.


    Beim Herunterfahren vom Speedbumper plumpse ich mit allem, was ich habe auf den Sattel und federe dadurch weit mehr ein als beim Auffahren auf das Hindernis - ca. 53 mm. Ich würde sagen, so sieht ein völlig verstelltes Federbein aus :brauen


    Mich begeistern die Möglichkeiten dieser Methode immer mehr. Sie ersetzt sicher kein erfahrenes Popometer, kann es aber gut ergänzen und neben den Schwächen auch die Richtung aufzeigen, in die es zu korrigieren gilt.

    Einmal editiert, zuletzt von nineT-mile ()

  • Hallo Rainer

    Poste doch mal ein Gutachten oder eine ABE von den Gabelcartridges von Öhlins, für die Klassik 9t.

    Außerdem rasen wir nicht, wir fahren unsere Wohlfühlgeschwindigkeit.

    Wir sind nur etwas ungeduldig :rocker

    Einmal editiert, zuletzt von duke911 ()

  • Feder ist angekommen, verbaut und das Ganze wieder ins Moped geschraubt. Aussagen über die Auswirkung dauern noch etwas, da die Gute mit zerlegter Gabel auf dem Becker-Stand ausharrt. Ohne Vorderrad und Gabel war auch der Aus-/Einbau etwas kniffliger als sonst, Deckenhaken und Spanngurt haben geholfen.


    Die Montage der kurzen Feder ist eine Wohltat (kein Federspanner mehr notwendig) und nach 18 mm Vorspannung bleiben noch rund 80 mm Luft zwischen den Windungen. Der Dämpfer macht rund 53mm Hub (alle Werte nochmal nachgemessen - passen immer noch), das sollte demnach locker reichen. Warum man eine längere Feder brauchen sollte? Diese ist gut 300 Gramm leichter und ich finde keine Nachteile.:0plan


    So sieht das dann optisch aus - Fahreindruck folgt:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von nineT-mile ()

  • Moped ist vom Becker-Stand runter. Die Vorspannung musste ich noch um ca. 3 mm erhöhen, so daß ich nun mit ca. 21 mm Vorspannung auf ca. 43 mm Negativ-Federweg komme.


    Fahrtests und Federwegsausnutzung müssen dennoch warten.

    Die Gabel zickt nach Revision immer noch - das bringt vermutlich so viel Unruhe in die Fuhre, daß eine sinnvolle Beurteilung des Hecks kaum möglich ist. Beides arbeitet ja nicht nur unabhängig voneinander.

    Bei der ersten kurzen Testfahrt (nur zur Arbeit) hätte ich jedenfalls, wenn ich's nicht gewusst hätte - keine Änderung am Heck bemerkt - bei einem Wechsel von 130 auf 110 N/mm :geschockt Hätte ich so nicht erwartet. :0plan

    Aber wie gesagt.....to be continued :bye

  • hmm - gefühlt kann wohl ein schlechteres Ansprechverhalten oder eine strammere Dämpfung in Grenzen eine härtere Feder "simulieren" :denk:freak

    Bei mir isses ha das selbe (nicht nur gleiche) Dederbein mit einer Feder mit gut 15% niedrigerer Federrate. Aber wie gesagt - so lange es an der Front nicht halbwegs gescmeidig läuft, habe ich zu wenig Erfahrung, Wechselwirkungs damit ausschließen zu können.

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