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Material der Gabelbrücke und Rahmendreiecke zum eloxieren

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  • Hallo zusammen,


    bald werden bei uns Teile zum eloxierer gebracht und ich wurde gefragt ob ich nicht auch etwas hätte.


    Nun meine Frage, ist die obere Gabelbrücke welche die Lenkerklemmen hält, aus Aluminium und zum eloxieren geeignet?

    Genauso die Rahmendreiecke Links und Rechts unterhalb des Sitzes?

    Das es ein gewisses Risiko birgt, da man nie genau sagen kann was heraus kommt ist mir bewusst.


    Von vornherein Danke für alle antworten :)

  • Lass es lieber. Diese Druckgussteile besser mit Pulver beschichten

    Gruß

    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Hallo Rainer,

    kannst du mir deine Meinung etwas erläutern?


    Gruß Rene

  • Eine pauschale Bewertung ist schwierig, aber vielleicht weiß Rainer ja, auch welcher Legierung der Guss besteht. Oder hat schon praktische Erfahrungen beim Eloxieren dieser Teile gesammelt. Grundsätzlich reicht die Eignung von Aluminiumguss für das Eloxieren je nach Legierung von "ausgezeichnet" bis "ungeeignet".

    https://www.oberflaechenfinish…ierungen/legierungen.aspx

    Kleine Ergänzung: Die Teile sind zumindest bei meiner classic schon ab Werk eloxiert, was die Frage der Eignung beantwortet. Die Schicht kann entfernt und neu aufgebracht werden. Vorteile gegenüber einer Pulverbeschichtung sind die geringe Schichtdicke und der Erhalt der originalen Oberflächenstruktur und die fehlende Neigung zu Materialausbrüchen an den Kanten (gerade bei den Klemmungen der Gabelholme, die innen wegen der Maßhaltigkeit unbeschichtet bleiben müssen.

    Einmal editiert, zuletzt von Kardan06 ()

  • Auch hier bleibt die Frage nach dem technischen Grund für diese Empfehlung offen. Oder zählt die Mehrheit der abgegebenen Stimmen? :)

    Zumal es in der Eingangsfrage um die grundätzliche Eignung des Materials für das Eloxieren ging und es für dieses Verfahren gerade eine gute Gelegenheit gibt. Wenn die alte Eloxalschicht chemisch entfernt wird, was bei einem ordentlichen Betrieb vorausgesetzt werden kann, und nicht in Eigenarbeit mit mechanischer Gewalt, ist das Risiko überschaubar. Sollte das Ergebnis den optischen Ansprüchen nicht genügen, kann immer noch gepulvert werden.

  • Die Legierung ist dem Eloxierer unbekannt, und was dann aus dem Bad raus kommt ist reine Glücksache. Wenn du es schwarz haben willst , lass es pulvern. Wir lassen aus Erfahrungen keinerlei Gussteile eloxieren. Und Teile wie z. B. Gabelrohre oder Frästeile wo die Frässtruktur erhalten bleiben soll, schicken wir nur noch nach Slowenien, nachdem ich viele deutsche Eloxierer durch habe.

    Nur da bekomme ich ein fleckenfreies tiefes schwarz, welches auch nach Jahren noch schwarz ist, und nicht lila oder grün schimmert.

    Welchen Vorteil versprichst du dir denn bei diesen Alu Druckguss Teilen, wenn du sie eloxieren lässt?

    Etwa 0,1 Gramm Gewichtsvorteil ? 😂

    Gruß

    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Ist ja original auch gepulvert! Unterschied zum Eloxieren ist die niedrigere Anfälligkeit gegenüber Kratzer. Und ja, ich habe schon so einiges bei meinem Moped eloxiert und auch gepulvert!

    Gut dass es Experten gibt, die BMW glatt der Lüge überführen. Wie stand doch seinerzeit in der Pressemitteilung zur Einführung der nineT:

    "Die Oberflächen zahlreicher Aluminiumschmiedeteile wie die Gabelbrücken oder die Lenkerklemmung mit BMW Motorrad Schriftzug sind glasperlengestrahlt und anschließend natur eloxiert."

    Eigentlich reicht auch ein Blick auf die Oberflächen. Gepulvert sieht halt so aus wie auf den Ventildeckeln oder der Schwinge. Wer sich mal die Mühe gemacht hat, eine ordentlich gemachte Eloxalschicht abzuschleifen, kommt sicher auch zu einer anderen Bewertung bzüglich Kratzfestigkeit. Die beschichteten Ventildeckel sind dagegen deutlich empfindlicher. Wer die für Industrieware fein bearbeiteten Oberflächen nicht mag, kann die natürlich nach eigenem Gusto glatt schleifen, mit der Sprühdose überjauchen oder eben pulvern.

  • Hallo Kardan 06. Eloxat gehört doch nicht abgeschliffen, sondern chemisch enteloxiert

    Gruß

    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Danke, siehe Beitrag #7. Dennoch soll es ja Menschen geben, die im Laufe ihres Lebens manche Jugendsünde begangen haben und erst hinterher schlauer waren. Ich denke, ich bin da nicht allein.:)

  • Ja dazu gehöre ich ausnahmslos auch. Über die Jahre und viel Erfahrung entwickelt man sich halt weiter

    Gruß

    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Nur am Rande bemerkt, und ohne dass ich mich in die Grundsatzdiskussion einmischen will:

    Gepulverte Oberflächen müssen nicht immer glatt und lackiert und öde aussehen, es gibt auch sog. "Strukturpulver".

    Grobstruktur, Feinstruktur..

    Das kenne ich von einem Gepäckträger von Givi, den ich an einer Suzi dran hatte. Hab' ich später auch für eigene Teile vom Pulverer aufbringen lassen

    Ein paar Beispiele hab ich grade hier gefunden: https://www.brillux-industriel…schau/2012/JOT_2012_5.pdf

    Wenn's darin auch um Büromöbel geht.. Macht nix. :winken

    R nineT: Ich war einfach nicht in der Lage, ihr aus dem Wege zu geh'n!

  • Hallo Kardan 06. Eloxat gehört doch nicht abgeschliffen, sondern chemisch enteloxiert

    Gruß

    Rainer

    Eloxal bitte, nicht Eloxat. 😉


    Ich habe auch diverse Teile schwarz gepulvert, obwohl die Teile werkseitig eloxiert sind (Gabelbrücken, Rahmendreiecke, Halter Lenkungsdämpfer, Ansaugabdeckung). Pulvern ist für mich hier sinnvoller, weil mir wichtig war eine (dauerhaft) tiefschwarze Oberfläche zu erhalten und zudem die Möglichkeit verschiedener Strukturen zu haben.

    Die farblose Eloxalschicht ab Werk ist im Grunde genommen nur ein Korrosionsschutz. Optik ist eher zweitrangig.


    Man stelle sich diese Abdeckung nur mal in schwarz eloxiert vor. Leicht violett schimmernd und nicht tief schwarz. Schrecklich. Schwarz eloxieren ist eh immer kritisch...


    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    3 Mal editiert, zuletzt von zeh-a ()

  • Nochmal eine kurze Frage bezüglich der Gabelbrücke, dort stecken ja zwei Stifte für die Position drin. Ich nehme an das ist kein Aluminium, bekommt man diese irgendwie aus der Brücke heraus?


    Grüße

    Rokko

  • Ich kenne jetzt die genaue Position der Paßstifte nicht, von denen hier die Rede ist. Ich kenne nur die bei den Lenkerböcken.

    Wenn man die Umgebung problemlos erwärmen kann, kann man sich folgende Eigenschaft zunutze machen:

    Mit dem Fön (oder vorsichtig mit dem Heissluftgebläse) die Stifte und ihre Umgebung warm machen, so um die 50-70° dürften schon helfen.

    Die Gabelbrücke ist aus Alu, die Paßstifte sind aus Stahl

    Aluminium hat einen dreifach grösseren Wärmedehnungskoeffizienten als Stahl.

    Daher wird die Alubohrung bei Erwärmung sehr schnell "viel" grösser als der Stahlstift.

    Der Stift sollte sich dann leicht herausziehen lassen.

    Wo macht sich der Modellbauer das bei seinen 8-15 cm³ Zweitakt-Motoren zunutze?

    Beim Ziehen der Zylinderbuchse (Stahl) aus dem Alu-Zylindergehäuse, beim Lösen der Stahl-Kugellager aus dem Alu-Kurbelgehäuse..

    R nineT: Ich war einfach nicht in der Lage, ihr aus dem Wege zu geh'n!

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