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wenig gefahren - trotzdem Inspektion nach Winterpause?

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  • Hallo zusammen,

    in zwei Wochen kann ich meine Pure wieder aus dem Winterlager abholen.

    Letzte Saison hatte ich bei Abholung gleich die jährliche Inspektion machen lassen (Frühjahr 2019, ca. 2 Jahre alt mit ca. 4.000 km).

    Da ich seitdem nur ca. 2.500 km gefahren bin, stellt sich die Frage ob bei der diesjährigen Abholung eine Inspektion schon wieder sinnvoll ist.


    Wie seht Ihr das?


    Da knapp drei Jahre alt ist keine Garantie mehr zu berücksichtigen. Seit letzter Inspektion nur 2.500 km gelaufen (KM-Stand somit 6.500 km). Zudem liegt diese erste ein Jahr zurück. Zuletzt 4 Monate Winterpause.


    Inspektion trotzdem wichtig? Vollumfänglich, nur Ölwechsel oder gar nicht?


    Hab mal gehört, dass die Bremsflüssigkeit wegen den ABS-Sensoren jedes Jahr getauscht werden muss. Ist da was dran?


    Freue mich auf Eurer Feedback.


    Marco

  • Alle 2500 km einen Ölwechsel ? Ist nicht nachhaltig und auch nicht notwendig, denke ich. Wenn Du bei jeder Fahrt das Öl immer schön warm bekommst und die Kondensate und Wasser abdampfen können - also Du keinen Kurzstreckenbetrieb < 15 km machst - dann hält das Öl auch seine 10000 km.


    Grüße,

    Holger

    - Boxern seit 1987 -

  • Habe vor kurzem mit einem BMW Mitarbeiter gesprochen. Aussage von ihm war: Es ist natürlich nicht unbedingt nötig bei wenigen Kilometer Ölwechsel und ähnliche Wartungsarbieten durchzuführen, Er sprach von unter 5T Km. Aber wenn man die Wartungsintervalle nicht einhält, wird die Kulanz ( auch lange nach der gesetzlichen Gewährleistung), diese eventuell nicht dem Kunden gewährt. Desweiteren sagte er; dass es immer wieder mal vorkommt, das auch nach etlichen Jahren, doch noch mal etwas, bei regelmäßiger Wartungsintervalleinhaltung, bei BMW auf Kulanz getauscht oder repariert wird. Ist wohl eine Glaubensfrage und die dicke des Portmonnaies die bei den meisten entscheidet. Man kann denken was man will, aber alle 12 Monate zum Händler zu müssen ist absoluter Schwachsinn, sofern man die Kilometer nicht erreicht hat. Aber davon leben Sie halt.

    Wenn ich Du wäre, wäre ich lieber Ich.:pilot

    3 Mal editiert, zuletzt von Bikerjack ()

  • Meine 9t ist Bj 2015, wenn bei mir heute was ist bekomm ich so nix mehr von BMW.

    Ich fahr nicht so viel, deshalb mach ich nur alle zwei Jahre Ölwechsel, wenn’s doch mal mehr ist

    dann lass ich die 5l selber raus und mach nen neuen Filter rein und gut.

  • auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt eine Öldiskussion wird: BMW spezifiziert ja für die NineT ein synthetisches Öl.

    mein schlichter Wissensstand: mineralisches Öl ist weniger nachbehandelt als synthetisches und hat bei hohen Temperaturen schlechtere Fließ- und Schmiereigenschaften -> Folge mehr Verschleiß im Motor. Von daher hätte ich gemeint: das 20W50 mineralisch ist halt ein Billigöl, das ich zum Nachfüllen nehme wenn kein anderes vorhanden ist.

    ernsthafte interessierte Frage an Matthias: wieso meinst du , dass das Repsol 20W50 ein gutes Öl ist ?

  • ernsthafte interessierte Frage an Matthias: wieso meinst du , dass das Repsol 20W50 ein gutes Öl ist

    Genauso ernsthafte Antwort...

    ich würde selbst von so etwas keinen Abstand nehmen:

    FANFARO 20W 50 Universal Motoröl Oldtimer (Affiliate-Link)

    Wir reden hier nicht von 2 Litern sondern von 20. Das Öl hat auch alle notwendigen Klassifikationen, genauso wie das Repsol.


    Viel über Öle habe ich schon geschrieben ...hier in der Online-Psychiatrie...

    Irgendwie sind meine diesbetrefflichen Beiträge nach dem Serverwechsel unauffindbar und ich habe auch wenig Lust, etwas Altes neu zu verfassen. Kurzform:

    1. Es gibt keine schlechten Öle. Jedes auf dem Markt erwerbbare Motoröl ist für jeden Verbrennungsmotor geeignet. Außer, wenn man vielleicht Formel 1 fahren will.
    2. Es gibt keine synthetischen Öle, sondern nur mineralische. Eine bestimmte weite Breitbandigkeit in der SAE-Angabe ist nur mit viel Chemie erreichbar, und genau dann dürfen sich Öle "synthetisch" nennen.
    3. Jedes auf dem Markt erwerbbare Motoröl ist ungeachtet der Viskositätsangabe und ungeachtet des Attributes "Synthetisch" oder "Mineralisch" mit jedem anderen Motoröl mischbar. Das ist von den Fahrzeugherstellern so gewollt und auch vernünftig. Man darf nur nicht erwarten, die höhere Viskositätsangabe nach dem Mischen zu erhalten.
    4. Der eigentliche Schmierprozess, also die Entkopplung mehrerer aneinander reibender Flächen funktioniert anders, wie die Meisten hier sich das vorstellen.
    5. Die Viskositätsangaben sind irreführend. Die Viskosität, also die Fließfähigkeit aller Öle ist bei Betriebstemperatur des Motors, also zwischen 80° und 100° nahezu konstant.
    6. Ein W60 Öl transportiert bei 120° Temperatur einen doppelt so großen Schmierfilm wie ein W40.
    7. Ein 0W Öl ist pumpfähig bis -40° C. Das ist hierzulande sicherlich nicht erforderlich, bedeutet aber dass bei unseren moderaten Temperaturen bei einem Kaltstart bereits ab der ersten Kurbelwellenumdrehung durch dünn fließendes Öl jeder Schmierpunkt sehr gut versorgt ist.
    8. Unsere BMW's, also die mit Trockenkupplung und getrennter Getriebeschmierung fahren ganz hervorragend mit jedem Öl (also außer Salatöl, Getriebeöl oder 2-Taktöl). Bei Motorrädern mit Motor/Getriebe/Kupplung in einem gemeinsamen Kreislauf muss ich auf bestimmte Spezifikationen achten.
      (da fällt mir wieder dieser V.ollhorst ein, der behauptete, nach Motorölwechsel an der 9T viel weicher schalten zu können)

    Na ja, und so weiter und so fort

    FYTH

    Einmal editiert, zuletzt von Daysi ()

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