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Gabelbeine verspannt - wie lösen? (Scrambler-Telegabel 125 mm)

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  • moin,


    Nach Umrüstung auf Öhlins-Kartuschen habe ich die Gabelbeine/Vorderrad wieder selbst eingebaut, seitdem fährt sich das Teil wie ein Sack Schrauben.

    Unebenheiten werden meist völlig ignoriert, die Front fühlt sich bockig, hart und komplett überdämpft an, manchmal reagiert die Gabel, mir ist aber auch schon bei einer kleinen Unebenheit das Vorderrad kurz hochgekommen.


    Ich habe nun beide Beine soweit möglich einzeln getestet (Federhärte, Funktion von Druck- und Zugstufe), da sehen sie gut aus und tun, was sie sollen.

    Sobald ich sie aber in die Gabelbrücken montiere und das Rad einbaue, tun sie gemeinschaftlich so gut wie nix mehr.:geschockt

    Zwar federt die Front noch ein, wenn ich das Bike abbocke (ca. 37 mm bei 5 mm Federvorspannung), wenn ich mich dann aber draufsetze, passiert überhaupt nix mehr - wie 'ne Starrgabel. Um etwas Bewegung reinzubringen, bedarf es schon grober Gewalt.


    Ich habe den Einbau mittlerweile 5x wiederholt, mit verschiedenen "Entspannungs-Techniken", es ändert gerade gar nix.

    Die Standrohre gleiten gleichmäßig durch die Gabelbrücken, die Radachse ziemlich sauber durch die Gabelfäuste - nix Auffälliges.

    Einzige Auffälligkeit: Das Rad hat auf der Radachse ca. 1,6 mm seitliches Spiel, welche durch das Anziehen der stirnseitigen Mutter auf 50 Nm natürlich beigezogen werden. Aber selbst bei lockerer Radachse ist das Verhalten der Gabel identisch - daran scheint's also nicht zu liegen.


    Vorteil des ganzen Prozederes: Mittlerweile kenne ich alle Drehmomente in dem Bereich auswendig, beherrsche den Becker-Stand im Schlaf und kann locker das Bike von vorne mit einer Hand in der Lenkermitte balancieren, während ich gleichzeitig alle Schrauben Gabelfäuste und Gabelklemmung mit der anderen Hand auf 19 Nm anziehe :freak


    Hat irgend jemand noch hilfreiche Tips oder Erklärungen zu dem Problem?


    Vielen Dank,


    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von nineT-mile ()

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  • Hallo Michael


    Kann dir hier nur sagen wie ich es mache. Vielleicht siehst du da Parallelen.

    Urban GS, längere Wilbers Gabel.


    - Achsmutter festziehen (Achse rechts freigängig)

    - Bremsättel montieren, Schrauben Handanzug

    - Bremse ziehen (Kabelbinder)

    - Bremssättel in zwei Stufen festziehen

    - Rechte Achsklemmung festziehen

    - Linke Achsklemmung festziehen (wozu die überhaupt noch gut, ist erschliesst sich mir nicht)

    - Bremse lösen



    Den Rundlauf der Steckachse kontrolliere ich vor jedem Radeinbau. Tischfläche.

    Das Prozedere hab ich mal vor Jahren beim Weibel Edwin abgeschaut. Der war mal in der Superbike Szene erfolgreich.

    "Damit könne man ein verhärten der Gabel beim Bremsen ausschliessen"

    Mache ich nun bei allen meinen Motorrädern so. Egal ob die Bremssättel axial oder radial angeschraubt sind.

    Obs der Königsweg ist, weiss ich nicht. Da die linke Mutter das Rad aber eh unverrückbar gegen den linken Stiefel zieht, macht die Ausrichtung des rechten Holmes über die Bremse Sinn für mich.


    Das Ein/Ausfedern am Schluss zur Kontrolle mache ich natürlich auch. Da sind aber schon alle Schrauben fest.

  • Vielleicht hast Du diese "Entspannungstechnik" noch nicht ausprobiert (ist die einzige, die ich kenne):


    - obere Gabelbrücke klemmen

    - unter Gabelbrücke locker

    - Radachsklemmung am Gabelfuß locker

    - Vorderradbremse betätigen (alternativ Vorderrad vor eine Wand stellen, dann ohne Bremse) und mehrfach einfedern

    - dann alles festziehen


    Viel Glück!

    Gruß

    Thomas


    *ajin tachat ajin*

  • Bist du sicher, dass du die Abstandsbuchse richtig im Rad hast?


    Kleinigkeit wird oft übersehen: Zum Entspannen der Gabel solltest du unbedingt den Kotflügel auf einer Seite ganz lose machen. Erst wenn die Achse geklemmt ist, den Kotlügel wieder festziehen.

    Gruss

    Albrecht

  • Danke Ihr 2!! :bier


    @ Thomas: Das war eine der Methoden, die ich erfolglos probiert hatte. Sogar die Gabelbrücken innen hatte ich (laut Werkstatt-Handbuch) leicht gefettet, obwohl's mir innerlich widerstrebt hat. Geholfen hat's leider auch wenig.


    @ Daniel: Die Sache mit der gezogenen Bremse hatte ich als erstes gemacht, danach war's am schlimmsten. Viele howto's lehnen das Ziehen der Bremse ab - eventuell aber auch insbesondere bei Bikes, die nur eine einseitige Scheibe haben. Stattdessen wird das Einfedern gegen eine Wand propagiert - was aber auch nicht viel brachte.

    Ich würde ja auch an die obere Gabelbrücken-Mutter rangehen, wenn beide Beine nicht so geschmeidig durch beide Brücken durchflutschen würden.

    Die Bremsen scheinen auch nicht das Problem zu sein - die schleifen ganz leicht gleichmäßig und etwas fester aber ebenfalls gleichmäßig, wenn ich die Bremse leicht betätige. Nach einer Tour sind die Scheiben auch kalt, was gegen ein stellenweises Schleifen spricht.


    Nach einer kurzen Tour eben scheint das ganze nach der Arie heute vormittag auch etwas besser zu sein, wenn auch weit entfernt von gut.


    Mit dem Video von TomJohn hat mein Scrambler so gar nix zu tun - wenn ich so auf den Tank drücke, bewegt sich lediglich das Heck.

    So sieht das bei mir aus


    Ich glaub', das Teil muss mal zu einem lokalen Spezialisten - die Nummer ist offenbar zu hoch für mich :denk:rolleyes:


    @ Albrecht: Auch Danke!

    Die Anstandsbuchse ist auf der linken Seite (beim ABS-Sensor) und den Kotflügel ziehe ich immer erst ganz zum Schluss an, wenn alles andere fest ist.

  • Das sieht ja merkwürdig aus. Du schreibst zwar, dass im Einzeltest alles gut ist, aber dennoch,bist Du sicher, dass da genügend Luftpolster vorhanden ist, bzw. nicht zuviel Öl aufgefüllt wurde?

    Gruß

    Thomas


    *ajin tachat ajin*

  • Hi!

    Hab gerade Dein Video gesehen. Es sieht so aus, als wenn Du deinen ganzen Federweg alleine schon durch draufsetzten "verbraucht" hast. Sieht so aus, als könnte da auch nicht mehr viel kommen.

    Bin aber auch kein Spezi...nur mein erster Eindruck. Vielleicht ist gar nicht das Verspannen das Problem, sondern die beiden Beine selber.

    Vaui

  • Bin ich natürlich nicht. Wenn ich die Gabel aufmache, liegt ja wieder der Verdacht nahe, dass ich's dabei verpfuscht habe - das Spiel hatte ich ja gerade wegen dem hoppeln schon mit BMW, die mir partout nicht glauben wllten, dass das Vorderrad hüpft - bis es eine andere Werkstatt bestätigt hat. Und prinzipiell suche ich den Fehler erst mal bei mir, erfahrungsgemäß ich das nicht verkehrt ;)


    Wenn ich ein einzelnes Bein senkrecht mit 85 kg belaste (Balanceübung), taucht inks 73,1 und rechts 74,8 mm ein. Zug- und Druckstufenverstellung funktionieren dabei erwartungsgemäß (ohne einen amtlichen Vergleich zu haben).


    @ Vaui: Nee - beim abbocken federt die Gabel bei 5 mm Vorspannung (empfohlen sind 7) 37 (von 125) mm ein, beim anschließenden draufsetzen passiert dann aber nix mehr.

  • Das ist ja gediegen. So verspannt kann eine Gabel doch kaum einbauen, dass da überhaupt nichts mehr federt. Schon gar nicht mit mehrmaligen Nachbesserungsversuchen. Sind die richtigen Federn drin? Eine allein gibt ja offenbar nach, beide zusammen sind vielleicht zu stark.

  • hab' ich auch überlegt. Aber wenn sie einzeln bei 85 kg jeweils rund 74 mm nachgeben, sollten es bei beiden zusammen 37 mm bei 85 kg sein. Das liegt nun nicht soo weit weg vom Soll.

    Ansonsten teile ich die Einschätzung, dass man die Gabel kaum so verspannen kann, dass derartige Effekte auftreten, zumindest hatte ich das bis zu meinen kläglichen Versuchen heute früh vermutet.

    Einmal editiert, zuletzt von nineT-mile ()

  • Stimmt doch nicht so ganz, die Rechnung. Die 85 kg einzeln hast Du senkrecht beaufschlagt. Eingebaut stehen die Holme nicht senkrecht.

    also teilt die Kraft sich in zwei Komponenten auf. Aber das nur am Rande. Ich finde Deine 37 mm für sag 1 nach wie vor ziemlich viel.

    Die Scr. hat vorne 125 mm Federweg?

    Gruß

    Thomas


    *ajin tachat ajin*

  • Der ehrgeizige Schrauber baut jetzt die originalen Innereien der Gabel wieder ein. Wenn es damit funktioniert, ist wenigstens der Nachweis erbracht, dass Zerlegung und Zusammenbau der Gabel beherrscht werden. Nebenbei ließe das darauf schließen, dass mit den Öhlins Kartuschen etwas nicht in Ordnung ist.

  • Der ehrgeizige Schrauber baut jetzt die originalen Innereien der Gabel wieder ein. Wenn es damit funktioniert, ist wenigstens der Nachweis erbracht, dass Zerlegung und Zusammenbau der Gabel beherrscht werden. Nebenbei ließe das darauf schließen, dass mit den Öhlins Kartuschen etwas nicht in Ordnung ist.

    ...was aber nicht mehr zu beweisen ist, wenn ich selbst Hand angelegt habe - somit Garantie/Gewährleistung u.U. futsch, was ich aus Sicht des Händlers sogar verstehen könnte.


    Im Zweifel habe ich 2 Möglichkeiten:

    - Gabelbeine zum Händler einschicken - heisst, ich habe einige Tage kein Moped (Weltuntergang!!! :lachen) und für die Verspannungs-Problematik hilft das wenig.

    - Moped zum lokalen Öhlins Serviceventer fahren (rund 30 km einfach - das kann ich schaffen ;)) die sollten sich auch mit Gabeleinbau auskennen Und einen eventuellen Fehler an den Beinen erkennen.


    Donnerstag habe ich Einfahr-Inspektion. Wenn BMW nix zu dem Thema einfällt, werd' ich wohl Option 2 ziehen. Wenn da dann gesagt wird, dass mit den Beinen was nicht stimmt, kommt Option 1 zum Tragen.


    Eigentlich wollte ich doch nur 'n bissl Moped fahren ;(

  • Wir haben mittlerweile über 100 Öhlins Cartridge Systeme verbaut. Alle Kunden waren bisher sehr zufrieden. Trotzdem kann ja mal auch was nicht stimmen, oder defekt sein. Ich habe dem Themeneröffner daher schon angeboten, er möge vorbei kommen, was auf Grund der Entfernung jedoch zu weit ist, und daher soll er uns seine Gabelholme zusenden. Wir werden das nach Eingang in 1-2 Tagen überprüfen und ggf. reparieren

    Gruß

    Rainer

    CLASSICBIKE RAISCH

  • Hi Rainer,


    genau so ist es :daumen-hoch

    Ich hatte Dir ja heute morgen geschrieben, dass ich einen Einbau-Fehler meinerseits nicht absolut ausschließen kann, muss also erst mal das checken, bevor ich DHL in die Spur schicke ;) U.U. sind die Beine und Kartuschen ja doch völlig unschuldig.

  • Was passiert, wenn du sie am Lenker hochziehst? Federt sie dann aus oder hebst du das Vorderrad hoch?

    Könnte vielleicht eine Idee bringen, ob die Gabel zu hart ist oder verspannt...

    Gruss

    Albrecht

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