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Dämpfer dynamisch selbst vermessen: Handy und Freeware

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  • Hab eine Software zum automatischen Vermessen von Videos gefunden: Kinovea

    Damit kann man Marker im Videobild setzen und die Bewegung tracken.

    Das sieht dann so aus:

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    Und wenn ich volle Pulle erst die Gabel eindrücke und dann mit dem Hintern auf den Sattel springe, sieht das so aus:


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    (Die vertikale Achse in Pixels, nicht mm)

    Man sieht ganz gut, dass die Druckstufe bei der Gabel viel stärker gedämpft ist als hinten (Einfedergerschwindigkeit) und die Zugstufe leicht überschiesst.

    Die Ausfederzeit der Gabel ist ungefähr 0.5 s, das Federbein hab ich mit 1/2 Umdrehung (von ganz zu) leicht überdämpft eingestellt und das Ausfedern dauert ca. 0.7 s.


    Bei Interesse kann ich Details geben, wie das mit Kinovea geht

    (Marker setzen auf Kontrastreichen Punkt, rechter Mausklick auf Marker: Tracking Starten, Vertikale Markerbewegung plotten in tools)


    Wäre super, wenn das mal einer nach Ohlinsumbau machen und danebenstellen könnte.


    Gruss

    Albrecht

    2 Mal editiert, zuletzt von Alepplew ()

  • Genau, ich hab einfach das Iphone mit dem Helm in ca 3m Entfernung ins Gras gestellt und meine Sprünge gefilmt.

    Später könnte man auch noch eine Cam an die Karre klemmen und die Aufhängung beim Fahren filmen, das probier ich demnächst mal aus.

    Die Kinovea Software macht dir eine Bewegungsanalyse mit Markern auf kontrastreichen Bildelementen im Video. Die Marker bleiben praktisch auf dem Bildelement "kleben" und werden automatisch per Bilderkennung nachgeführt von Frame zu Frame.

  • Kommt drauf an. Die HD Cams haben so ne hohe Auflösung dass das praktische Limit eher in der tonnenförmige Verzerrung der Linse liegt. Deshalb eher weiter weg mit der Cam, wenns auf 1/10 mm ankommt.

    Aber bei der Dämpfung ist der Zeitverlauf wichtiger, und für den ist die Verzerrung ziemlich egal. Die Federwege kannst du mit statischen Messungen viel genauer einstellen.

    Mit der Software kann man das Bild sogar entzerren und in mm kalibrieren, aber das hab ich noch nicht probiert.

  • Später könnte man auch noch eine Cam an die Karre klemmen und die Aufhängung beim Fahren filmen, das probier ich demnächst mal aus.

    Die Kinovea Software macht dir eine Bewegungsanalyse mit Markern auf kontrastreichen Bildelementen im Video. Die Marker bleiben praktisch auf dem Bildelement "kleben" und werden automatisch per Bilderkennung nachgeführt von Frame zu Frame.

    ...vielleicht kannst du mein vorher/nachher Video damit auswerten? Hab ja Öhlins drin vorne. :denk

    Höre dir jeden Ratschlag aufmerksam an, aber befolge keinen - auch diesen nicht! :altersack

  • Du hast mich mit deinem Video überhaupt auf die Idee gebracht!

    Deins ist aber schwierig auzuwerten, ich habs schon versucht. Stark wechselnde Lichtverhältnisse und natürlich ist vorher / nachher nicht der gleiche Track und nicht zeitsynchron...

    Aber dein Titel triffts schon gut: Du hast mit Öhlins einfach viel mehr Ruhe in der Gabel


    Wahrscheinlich müsste man mit gleicher Speed über einen Speedbump brettern...

  • Ich versuch mich mal.

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    man sieht das Aufstehen zum Schwungholen, (= einTeil des neg Federweges, den anderen beansprucht das Motorradgewicht)

    und das Ein- und Ausfedern. Die Zeit fürs Ausfedern ist 0,2 sec, (3 Stiche sind 0,1 sec) und somit zu wenig gedämpft.

    XXIV/VII
    MCMF

  • Hast du das Original-Federbein drin?

    Ja, viel zu wenig Zugstufe. Seh ich auch so. Ich hab bei mir die auf 1/2 Umdrehung zu, wegen der zu hohen Vorspannung und der ziemlich harten Feder. Damit fährt sichs ganz ordentlich, sportlich straff :-)

    Idealzeit fürs Ausfedern ist ca. 1/2 s. Eine gute Anleitung zum Fahrwerk einstellen hab ich hier gefunden:

    einstellung-zug-und-druckstufendaempfung

    Einmal editiert, zuletzt von Alepplew ()

  • nein, ich habe ein HH Racetech drinnen mit der schwächsten Feder die es gibt. Somit ist die 9T nicht mehr soziustauglich was nicht stört.


    Also 4 Klicks nach rechts:

    Bitte melde dich an, um dieses Bild zu sehen.

    jetzt sind wir bei 0,5 sec und das probiere ich jetzt auf der Straße ( wenn der Regen nachlässt)

    XXIV/VII
    MCMF

  • Hallo Albrecht,

    sehr interessanter Ansatz!

    Eine Verständnisfrage: Je weiter Du am Federbein die Zugstufendämpfung nach rechts drehst, desto breiter wird das Tal der blauen Linie in Deiner Grafik? D.h. desto mehr dämpft es?

    Viele Grüße, Klaus.

  • Ja, die Abszisse ist ja die Zeit, 3 Einheiten sind eine 1/10 sec. Also kommt das Heck langsamer hoch.

    Mit der Software fixierst du einen Punkt in dem Video und dann schreibt sie dessen Koordinaten auf deinem Bildschirm je Zeiteihnheit in eine Tabelle. Ende. Den Rest musst du dann z.B in Excel selber machen.

    XXIV/VII
    MCMF

  • Hallo Albrecht,

    sehr interessanter Ansatz!

    Eine Verständnisfrage: Je weiter Du am Federbein die Zugstufendämpfung nach rechts drehst, desto breiter wird das Tal der blauen Linie in Deiner Grafik? D.h. desto mehr dämpft es?

    Viele Grüße, Klaus.

    Genau, je weiter du die Zugstufe zudrehst, desto langsamer federt es aus. Das Tal wird breiter und der Aufstieg flacher.

    Ziel ist, ungefähr 90 % der Ausfederung auf ca. 0.5 s von der Talsohle aus einzustellen.

    In den beiden Bildern von Michi siehst du den Unterschied zwischen weit offener und gut eingestellter Zugstufe sehr schön.

  • Eigentlich hab ich die ganze Aktion gemacht, um mir mal ein objektives Bild von der Seriengabel zu machen. Viele sagen die sei unterdämpft, und ich will wissen ob es sich lohnt mit der Ölviskosität rumzuspielen.

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Die gelbe Kurve ist meine Messung mit der Seriengabel. Die grüne ist das "soll".


    Zu beachten, bei diesem Manöver dreht man die normale Federung um. Das Rad ist fest und das ganze Moped schwingt, also > 10x höher ungefederte Schwungmasse. Deshalb muss man ein deutliches Überschwingen einstellen. Entscheidend ist für mich hier nicht die Auslenkung (nicht geeicht in mm, verschiedene Motorradgewichte), sondern der Zeitverlauf.


    Mein Fazit: Wenn irgendwas, dann ist die USD Seriengabel leicht überdämpft in der Zugstufe. Die Druckstufe ist perfekt.

    Die Gabel ist gut eingestellt, das Öl bleibt wie es ist. Das Manko was man sehen kann ist das relativ grosse Losbrechmoment (Unterschied vor und nach dem Einfedern). Ist die Reibung der Abstreif- und Dichtringe. Die Gabel ist nicht verspannt, hab ich dreimal gecheckt.

    3 Mal editiert, zuletzt von Alepplew ()

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